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    Stadtlauringen

    Damit Dörfer eine Zukunft haben

    Ein Aushängeschild für Projekte der Dorferneuerung: das Dorfgemeinschaftshaus in Mailes.
    Ein Aushängeschild für Projekte der Dorferneuerung: das Dorfgemeinschaftshaus in Mailes. Foto: Rita Steger-Frühwacht

    Immer zu Beginn einer neuen Legislaturperiode des Gemeinderats lädt der Bürgermeister die gewählten Ratsmitglieder, aber auch alle Bürger zu einem Rundgang durch die Ortsteile ein. Dabei werden in jedem der zehn Dörfer die Örtlichkeiten besichtigt, die in bereits gefassten Gemeinderatsbeschlüssen eine besondere Gewichtung hatten oder in der nächsten Zeit in diesem Gremium behandelt werden. Start war in Oberlauringen am Plan.

    Mehr als ein Dutzend Bürger waren zum Rückert-Poetikum, dem ehemaligen Rathaus, gekommen, um bei der Ortsbegehung dabei zu sein. Bürgermeister Friedel Heckenlauer erläuterte die Abgrenzung des Sanierungsgebietes um das Poetikum, denn der Plan soll im Rahmen der Dorferneuerung neu gestaltet werden. Er bezeichnete es als "Herausforderungen", dass der Brunnen und der große Lindenbaum stehen bleiben sollen. "Am kommenden Donnerstag soll in der Gemeinderatssitzung wenigstens ein grober Zeitplan für die Umgestaltung festgeschrieben werden", so der Bürgermeister. In Oberlauringen stehen noch die Neugestaltung der Dr.-Burghard-Straße und des Feuerwehrhauses an.

    Der Weg führte weiter zum Container-Standort, wo Gemeinderat Bernd Haas auf das unsachgemäße Einwerfen von Abfall in den Dosen-Container hinwies.

    Im Friedhof griff der Rathauschef das Thema Urnengräber auf, das im Gemeinderat in Zukunft auch für weitere Ortsteile entschieden werden muss. Heckenlauer wies auf eine stetig ansteigende Tendenz zur Urnenbestattung hin, weshalb auch im Friedhof von Altenmünster dafür Grabstellen bereitgestellt werden müssten. Der Rundgang führte noch über die Kirchenburg – für Heckenlauer ein Beispiel, "wie notwendig Dorferneuerung sei, um ein Dorf so zu entwickeln, dass es Zukunft hat".

    Auch in den anderen Ortsteilen waren die Projekte der Dorferneuerung immer im Blick der Teilnehmer. In Mailes steht die Umgestaltung des Kirchenumfeldes an. Der Bürgermeister versicherte, dass nach den jetzigen Plänen – wie von der Bevölkerung gewünscht – der mittige Aufgang zur Kirche beibehalten wird. Beim Halt am vor einem Jahr neu gestalteten Dorfgemeinschaftshaus, dem ehemaligen Brauhaus, hob Heckenlauer hervor, wie wichtig "Räume des Treffens für die Dorfgemeinschaft auch in kleineren Dörfern seien".

    In Wetzhausen nannte der Rathauschef die noch teilweise ausstehende Straßenerschließung im Windmühlenweg und im Birnfelder Weg eine "Herausforderung". Zu der von der örtlichen Theatergruppe gewünschten neuen Spielstätte werde demnächst im Gemeinderat der Architekt Pläne vorstellen, die für die Gemeinde Kosten in Höhe von einer Million Euro bedeuten.

    Die fast in allen Ortsstraßen laufende Sanierung in Fuchsstadt, die angestrebte Umgestaltung des Umfeldes am ehemaligen Feuerwehrhaus in Altenmünster, die in den Startlöchern stehenden Arbeiten an der Sulzdorfer Straße und die Neuanlage für Löschweiher und Friedhof in Wettringen konnten die Teilnehmer bei dieser Tour vor Ort kennen lernen.

    In Stadtlauringen lag der Schwerpunkt der Besichtigungen auf dem Marktplatz, wo zurzeit das Anwesen mit der Hausnummer 16 mit Zuschüssen aus der Städtebauförderung und dem Markt Stadtlauringen renoviert wird. "Auch für Ballingshausen wird die Aufnahme in die Dorferneuerung angestrebt", versicherte Heckenlauer.

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