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    Schweinfurt

    Digitale Förderung für Schüler der FOS/BOS Schweinfurt

    In Zeiten von "Homeschooling" sollen Schüler, die zuhause nicht über nötige Gräte verfügen, mit Laptops und Tablets versorgt werden. Was hinter dem Förderprogramm steckt.
    Tablets und Laptops werden gerade in Coronazeiten immer wichtiger für Schüler, die von zuhause aus lernen.
    Tablets und Laptops werden gerade in Coronazeiten immer wichtiger für Schüler, die von zuhause aus lernen. Foto: Carmen Jaspersen, dpa

    Unterricht per Videokonferenz, Hausaufgaben per Mail, Lernen im heimischen Wohnzimmer. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Voraussetzungen für schulisches Lernen verändert. Durch die Krise sind auch im Bildungswesen digitale Arbeits- und Kommunikationswege deutlich attraktiver geworden. Diese Entwicklung gilt auch für die Friedrich-Fischer-Schule (FOS/BOS Schweinfurt). Doch auch dort gibt es Schüler, die zuhause nicht über die erforderlichen digitalen Endgeräte verfügen. Der Freistaat will deshalb Schülern die Möglichkeit geben, entsprechende Geräte auszuleihen. Dafür gibt es für Schulen nun ein Förderprogramm, durch das die Kosten für die Beschaffung dieser Geräte gedeckt werden sollen. Über diese Möglichkeit beriet am Dienstag der "Zweckverband Fachoberschule-Berufsoberschule" im Schweinfurter Rathaus.

    Laut eines Schreibens des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus, Michael Piazolo, sei für die FOS/BOS Schweinfurt ein "Sonderbudget Leihgeräte" in Höhe von 52 555 Euro vorgesehen. Dieses Geld soll für die Beschaffung und den Verleih von schulischen Tablets und Laptops für das Lernen zuhause genutzt werden. Der Zweckverband FOS/BOS beschloss am Dienstag einstimmig, sich beim Freistaat Bayern um die mobilen Endgeräte aus dem Förderprogramm zu bewerben. Die Förderung erfolge als Vollfinanzierung des Freistaates, der Schulaufwandsträger, in diesem Fall der Zweckverband, muss keine Kosten tragen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Juli.

    Geräte könnten nach der Pandemie weiter genutzt werden

    SPD-Stadträtin Julia Stürmer-Hawlitschek begrüßte in der Sitzung des Zweckverbandes die Entscheidung, sich für das Förderprogramm zu bewerben. "Ich mache im Alltag selbst häufig die Erfahrung, dass Eltern nach der Ausrüstung für ihre Kinder fragen", so die Lehrerin. Für Schüler, die zuhause nicht über die technische Ausstattung verfügen, bestehe die Gefahr, abgehängt zu werden.

    Ebenso wie Oberbürgermeister Sebastian Remelé zeigte sich auch der Zweckverbands-Geschäftsführer René Gutermann überzeugt von der Wichtigkeit der Staatsförderung. Auf die Frage, was mit den Geräten passiere, wenn sie nicht mehr von Schülern benötigt werden, sagte er: "Wenn die Pandemie vorbei ist und die Schüler die entsprechenden Geräte nicht mehr brauchen, dann können sie von Lehrern im Unterricht genutzt werden."

    Schulstandorte: "Erfreulich konkrete Perspektive"

    Landrat Florian Töpper betonte, man wolle die Schulen in Sachen Digitalisierung bestmöglich ausstatten. Was den geplanten Neubau angeht, gab er sich ebenfalls optimistisch. "Das sind erfreulich konkrete Perspektiven", sagte Töpper, nachdem Geschäftsführer René Gutermann von einem neuen FOS/BOS-Campus sprach. Derzeit werde der Neubau, der möglicherweise höher als zwei Stockwerke hoch werden könnte, vom Baureferat geprüft.

    Bislang sind die Schüler der FOS/BOS noch auf drei Standorte – Goethestraße, Schelmsrasen (Ex-Wirtschaftsschule Müller) und die Berufsschule III (Metallwerkstatt) in der Geschwister-Schollstraße – verteilt. Geplant sind längerfristig nur noch zwei Standorte, nämlich das Haupthaus in der Goethestraße und die derzeitige Körnerschule in der Körnerstraße.

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