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    Sulzheim

    Ersatztrauzimmer: Start ins Eheglück in Mönchstockheim

    Bei der Sanierung des Sulzheimer Rathauses wird die gesamte in die Jahre gekommene Elektroinstallation modernisiert und ergänzt. Standesamtliche Trauungen finden während der Umbauphase in Mönchstockheim statt.
    Bei der Sanierung des Sulzheimer Rathauses wird die gesamte in die Jahre gekommene Elektroinstallation modernisiert und ergänzt. Standesamtliche Trauungen finden während der Umbauphase in Mönchstockheim statt. Foto: Peter Pfannes

    Der Sitzungssaal im Sulzheimer Rathaus, in dem bisher Ehepaare vor dem Standesbeamten ihr Ja-Wort gaben, steht in den kommenden Monaten nicht mehr für Trauungen zur Verfügung. Grund ist der anstehende barrierefreie Umbau des Rathauses, mit dem die Gemeinde Ende Mai beginnt. In ihrer jüngsten Sitzung, die wegen der Corona-Krise und den vorgeschriebenen Sicherheitsregeln in der Sporthalle des FV 09 stattfand, beschlossen die Ratsmitglieder einstimmig, den Begegnungssaal im Haus der Gemeinschaft in Mönchstockheim als "Ersatz"-Trauzimmer zu widmen. Bei der Abstimmung gab es keine Gegenstimmen.

    "Damit die gerade während der Sommermonate häufigen Trauungen stattfinden können, muss die Gemeinde mindestens ein kostenfreies Trauzimmer zur Verfügung stellen", sagte Bürgermeister Jürgen Schwab eingangs. Der Begegnungssaal in Mönchstockheim biete sich deshalb besonders an, da er barrierefrei zugänglich sei und ein "schönes Ambiente" habe, so das Gemeindeoberhaupt. In dem Saal sei in der jetzigen Krisensituation ausreichend Platz, um die Abstandsregelung unter den Hochzeitsgästen einhalten zu können.

    Sollte das Rathaus wie geplant noch in diesem Jahr fertig werden, finden die Trauungen dann wieder in Sulzheim statt. Fertig ist die Elektroplanung für die Sanierung und den Umbau des Rathauses. Elektroplaner Klaus Jäger stellte die Konzeption im Gemeinderat vor. Diese beinhaltet einen neuen Maschinenraum für den künftigen Aufzug sowie die elektrotechnische Erschließung der Lagerräume im Untergeschoss. Die Toiletten im Rathaus werden komplett erneuert. Neu ist ein WC für Behinderte.

    Die neue Brandmeldeanlage ist nicht funkgesteuert, sondern wird verkabelt. Hochwertige Rauchmelder werden auch in den Räumen der Feuerwehr angebracht, da dort Ausrüstung von hohem Wert lagert. Eine elektrische Leinwand samt Beamer wird den neuen Sitzungssaal schmücken. Da dort auch die Trauungen stattfinden, sollen Leinwand und Beamer bei Bedarf in der Decke verschwinden. "Das macht eine bessere Atmosphäre, so der Planer. Brandschutztüren, Notruftaster, Bewegungsmelder und die Erschließung der Flucht- und Rettungswege sind weitere Eckpfeiler in Jägers Planung. Eine Rufsprechanlage, die auch für die Räume der Mittagsbetreuung genutzt wird, ergänzt das Konzept.

    Über fünf Bauvorhaben musste der Gemeinderat entscheiden. Genehmigt wurde die Errichtung eines hölzernen Gartenhauses in Sulzheim. In seinem Beschluss befreite das Gremium das Bauvorhaben von den Festsetzungen des Bebauungsplans hinsichtlich der Farbe der Bedachung (schwarzes Wellblech) und der Dachneigung (28 Grad). Einverstanden waren die Ratsmitglieder mit dem Abriss eines Wohnhauses auf der Flurnummer 99 in Sulzheim. Auf der freiwerdenden Fläche entsteht ein Zweifamilienhaus. Dem Bauantrag stimmte der Gemeinderat ebenfalls zu.

    Auf einem Sulzheimer Aussiedlerhof (Flurnummer 730) soll eine Halle abgerissen und auf dem Gelände eine neue landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle entstehen. Das Ratsgremium befürwortete das Bauvorhaben einstimmig unter der Voraussetzung, dass die Privilegierung des Vorhabens durch das Amt für Landwirtschaft erteilt wird.

    Lange diskutiert wurde über den Antrag auf isolierte Befreiung für den Neubau eines Carports, eines Stellplatzes und einer Terrassenüberdachung in Sulzheim. Der Antragsteller beantragte Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Da viele Fragen offen blieben, will sich das Gremium erst einmal die Situation vor Ort anschauen, bevor es über das Bauvorhaben endgültig entscheidet.

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