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    Waigolshausen

    Gemeinden arbeiten beim sensiblen Datenschutz zusammen

    Mitmachen wird die Gemeinde Waigolshausen beim neuen "Gemeinschaftsprojekt Datenschutz" der Allianz Oberes Werntal, bei dem Poppenhausen die Federführung übernimmt. Beabsichtigt ist, beim sensiblen Thema Datenschutz zusammenzuarbeiten und externe Fachleute ins Boot zu holen, erläuterte Geschäftsleiter Josef Zeißner bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.

    Bei einer fünfjährigen Laufzeit des Projekts sei eine Förderung von 85 Prozent im Gespräch, sagte Zeißner. In Anspruch nehmen würde Waigolshausen als Leistungsbedarf einen externen Datenschutzbeauftragten. Unter Berücksichtigung der Förderung würde das für die Gemeinde im ersten Jahr 750 Euro Kosten bedeuten, in den Folgejahren jeweils 637 Euro.

    Vertrag mit Beratungsfirma

    Der Gemeinderat ermächtigte den Bürgermeister einstimmig zur Unterzeichnung der Zweckvereinbarung "Gemeinschaftsprojekt Datenschutz – Interkommunale Allianz Oberes Werntal" sowie zum Abschluss eines Vertrages mit einer Beratungsfirma.

    Wie bereits vor zwei Jahren ist auch in diesem Frühjahr wieder ein starker Fremdwasseranstieg in der Theilheimer Kläranlage festzustellen. Während unter normalen Umständen am Tag 70 bis 80 Kubikmeter Abwasser der Kläranlage zufließen, sind es laut Klärwärter derzeit mehr als doppelt so viel, erklärte Verwaltungsmitarbeiterin Veronika Werthmann. Im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der Kläranlage müsse aus Sicht des Klärwärters zeitnah Abhilfe geschaffen werden.

    Fremdwasser in den Kanälen

    Grund für das Fremdwasser sei das starke Grundwasseraufkommen im Bereich Seeberg. Das Wasser drücke auf die alten gemauerten Kanalschächte und gelange trotz eines vorhandenen Quellwasserableitungsrohres in großer Menge durch die Mörtelfugen in die Kanalisation. Zur Lösung des Problems schlug die Verwaltung den Einbau eines komplett neuen Kanalschachtes vor. Über eine Schotter-Dränage soll außerdem das anstehende Quellwasser abgefangen und über die Quellwasserleitung außerhalb des Kanalsystems abgrleitet werden. Eine derzeit vor Ort für die Gemeinde tätige Baufirma würde die Arbeiten für 23 000 Euro mit übernehmen, sagte Werthmann. Der Rat erteilte einstimmig den Auftrag.

    Arbeitsbühne statt Lift

    Nicht mehr zu reparieren ist der 30 Jahre alte und defekte Personenlift im Freizeitzentrum, unterbreitet Veronika Werthmann dem Gemeinderat. Das Gremium sprach sich nach eingehender Diskussion für die Anschaffung einer neuen Scherenarbeitsbühne mit acht Metern Arbeitshöhe aus. Diese war vom Hausmeister und der Verwaltung favorisiert worden. Die Arbeitsbühne ist mit 1,5 Tonnen Gewicht wesentlich standfester als ein Personenlift, kann zwei Personen tragen und ist auch günstiger.

    Das Neugerät kostet 13 300 Euro, ein vorliegendes Angebot für einen sechs Jahre alten Personenlift war fast ebenso hoch. Wegen des Gewichts müssen in der Sporthalle aber Lastverteilungsplatten entlang der Fahrspur zum Schutz des Bodens ausgelegt werden. Für die Vereine ist an eine Einweisung gedacht.

    Beschlossen wurde die ungewöhnlich umfangreiche Sitzung mit einem kurzen Rückblick von Bürgermeister Peter Pfister auf herausragende Projekte und Ereignisse der vergangenen zwölf Jahre. Beim vollzählig vertretenen 14-köpfigen Gemeinderat bedankte sich der scheidende Rathauschef für die Unterstützung und die geleistete Arbeit.

    Gemeinderäte verabschiedet

    Nüchtern war der Rahmen, in dem Pfister die zehn ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder verabschiedete. Das lag auch am großen Freizeitzentrum, wo die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode in Corona-Zeiten aus Abstandsgründen abgehalten werden musste.
    Auf einem Tisch bereit gestellt hatte der Rathauschef für die scheidenden Räte jeweils eine Flasche Bürgermeistersekt und einen gravierten Zinnteller der Gemeinde. Pfister versicherte, dass eine Verabschiedung in würdiger Form mit einem gemeinsamen Essen nachgeholt würde, sobald es wieder möglich sei.

    Ausgeschieden sind nach zwölf Jahren Mitarbeit im Gemeinderat Zweite Bürgermeisterin Emile Brehm (Dorfgemeinschaft Theilheim) und Dritter Bürgermeister Günther Wehner (FWG Hergolshausen). Sechs Jahre im Gremium vertreten waren Günther Distler (CSU/Freie Wähler), Lothar Thellmann und Manuel Ehni (beide SPD), ebenso Valentin Weißenberger und Ernst Ums (beide Dorfgemeinschaft Theilheim) sowie Michael Münch (FWG Hergolshausen). Nur ein kurzes Gastspiel als Gemeinderat hatten die Nachrücker Alexandra Göpfert-Prowald (SBB) und Richard Weidner (Dorfgemeinschaft Theilheim).

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