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    Schonungen

    Gemeinderat: Mehr Sitzungsgeld sorgt in Schonungen für Diskussion

    Es sei wohl die erste Sitzung eines Schonunger Gemeinderats in einer Kirche, sagte Bürgermeister Stefan Rottmann am Anfang des ersten gemeinsamen Termins des neu gewählten Gremiums.

    In konstituierenden Sitzung wurden die neuen Gemeinderäte im Kirchenschiff vereidigt, die Sakristei der "Alten Kirche" wurde als "Wahllokal" genutzt. Schnell waren die Wahlen mit allen notwendigen Regeln abgehandelt. Jürgen Geist bleibt erster und Bernd Götzendörfer heißt der zweite Stellvertreter von Bürgermeister Stefan Rottmann. Zur geheimen Wahl trat kein Gegenkandidat an, zudem erhielten die beiden einzigen Kandidaten auch keine Gegenstimme.

    Gemeinderat erhöht Sitzungsgeld nach Diskussion auf 40 Euro

    Die Besetzung der Ausschüsse war bestens vorbereitet worden und auch die Vertreter in den Verbänden und Zweckverbänden waren schnell gefunden. Die Diskussionen über die eigene Satzung und die neue Geschäftsordnung prägten dagegen die erste Sitzung des Schonunger Gemeinderats. Festgelegt wurde unter anderem die Höhe des Sitzungsgeldes.

    Der vorgelegte Entwurf sah eine Erhöhung des Betrags von 25 auf 40 Euro vor. Gemeinderat und Bürgermeisterkandidat Alexander Nicklaus kämpfte allerdings gegen diese Regelung und beschwor seine Ratskollegen, wegen der drohenden wirtschaftlichen Einbußen keine Erhöhung vorzunehmen. Jedoch verlor Nicklaus am Ende die Abstimmung deutlich.

    Die Satzung wurde in ihrer vorgelegten Form genehmigt. Sechs Ratsmitglieder hatten schon im Vorfeld mit der Verwaltung über die einzelnen Paragrafen diskutiert und das vorgelegte Ergebnis gemeinsam beschlossen.

    Neuausrichtung der Ausschüsse sorgt für Gesprächsbedarf

    Ähnlich war die Situation bei der Geschäftsordnung. Die Neuausrichtung der Ausschüsse sorgte für einen großen Diskussions- und Redebarf. Der Haupt- und Finanzausschuss soll künftig als ein beschließendes Gremien Themen entscheiden, dadurch die Arbeit im Gemeinderat effizienter gestalten und dessen Versammlungen verkürzen.

    Markus Schäfer vertrat diese Meinung und führte vor allem Argumente für die Verschlankung der Beschlussfindung an. Andre Merz befürchtete allerdings, dass Themen von der Agenda aller Mitglieder verschwinden, neue Ratsmitglieder über Sachverhalte keinen Einblick mehr erlangen könnten und bei den Ausschüssen wohl keine Medien anwesend seien.

    Zur Absicherung hatte das Vorbereitungsgremium aber eine Bremse eingebaut: Wenn zwei von sechs Ausschussmitgliedern oder fünf von 20 Gemeinderatsmitgliedern innerhalb einer Woche ihr Veto gegen einen Beschluss einlegen, befasst sich der gesamte Rat erneut mit dem Thema.

    Schließlich stimmte die Mehrheit der Räte für die Neufassung. Die Aufwandsentschädigungen für die drei Bürgermeister wurden wie beantragt einstimmig genehmigt und neben Rottmann sollen auch Geist und Götzendörfer Trauungen vornehmen dürfen.

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