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    Dingolshausen

    Gibt es in Dingolshausen künftig einen Friedhofsgärtner?

    Der Friedhof in Dingolshausen
    Der Friedhof in Dingolshausen Foto: Marion Heger

    "Wir brauchen jemanden, der sich mit der Anlage identifizieren kann". Dies stellte Planer Thomas Struchholz in Bezug auf einen eventuellen Friedhofsgärtner für Dingolshausen fest. Die Idee, zum Beispiel einen rüstigen Rentner dafür zu suchen, kam beim Ortstermin des Gemeinderats im neuen Teil des Friedhofs auf.

    "Hervorragend bepflanzt, den Zustand der Anlage finde ich gut", bescheinigte der Planer den Verantwortlichen. "Außer dem Unkraut und dem Mähen", fügte Struchholz an. Womit er genau die Problematik ansprach. Um Unkraut zu jäten, will Barbara Behr kurzfristig Freiwillige für eine einmalige Aktion ansprechen.

    Bürgermeisterin Nicole Weissenseel-Brendler gab in Bezug auf eine mögliche Pflege durch den Bauhof zu verstehen, dass viele Grünflächen in den Neubaugebieten dazugekommen seien. Die Pflege des Friedhofs durch die anlegende Firma DMG wurde als zu teuer erachtet. Man will das Unternehmen allerdings wegen der noch fertigzustellenden Wege im Altteil des Friedhofs ansprechen.

    Das Gremium besprach auch die Ruhefristen, die Grabgebühren und die Vorgaben für die Gestaltung der Steine auf den Ruhestätten. "Es ist der erste Friedhof, der richtig durchkalkuliert wird", machte Jutta Martinelli von der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen deutlich. Die Satzung für den neuen Teil des Dingolshäuser Friedhofs soll bis Anfang Oktober fertig sein.

    Wolfgang Joos sprach die momentane Situation im Bischwinder Friedhof an. Auch hier geht es um Pflege, Wege und mehr. Planer Struchholz regte an, für die Grünflächen der Kommune ein "Flächenmanagment zu erstellen" und ein Kastaster für die auf ihnen anfallenden Arbeiten.

    Bischwind bekommt Altpapiercontainer

    Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um eine Lösung hinsichtlich übervoller Recycling-Container in beiden Gemeindeteilen. Teilweise fand man darin Abfälle aus anderen Orten. Und es gab auch schon illegale Müllablagerungen. Bürgermeisterin Weisensseel-Brendler informierte über Gespräche mit den jeweiligen Abholfirmen. So wird es beispielsweise künftig einen eigenen Altpapiercontainer in Bischwind geben. Der Leerungsrhythmus für alle (dann drei) Container wird geändert. Für Metall steht der Gemeinde nur ein Container zu.

    Container-Stellplatz am Sportgelände in Dingolshausen.
    Container-Stellplatz am Sportgelände in Dingolshausen. Foto: Gerald Effertz

    "Die Container sollten grundsätzlich frei zugänglich sein" machte die stellvertretende Bürgermeisterin Marion Heger deutlich. Sie reagierte damit auf einen Vorschlag von Barbara Behr, die Container nur zu bestimmten Zeiten zu öffnen. Norbert Götz bat darum, über einen Alternativstandort in Dingolshausen nachzudenken. "Der derzeitige Standort war auch nur eine Übergangslösung", sagte Gemeinderat Martin Reuter. Um das Einholen von Angeboten für eine technische Überwachung der Container mittels Kamera kümmert sich Guido Schreck. Weiteres soll beim anstehenden Ortsdurchgang geprüft werden.

    Zuschuss für Netz und Orgel in der Bischwinder Pfarrkirche

    Nach einer kurzen Diskussion stand fest: Der Gemeinderat stimmte für einen einmaligen Zusschuss von 1000 Euro für das Schutznetz an der Decke der Bischwinder Pfarrkirche St. Wendelin. Ebenfalls einen einmaligen Zuschuss soll es für die Anschaffung einer elektronischen Orgel geben, sobald die Rechnung vorliegt. Bewilligt wurden 3000 Euro, bei einem Mindestpreis der Orgel von 17 800 Euro.

    Mit dem Thema Vandalismus an einem Aussichtspunkt am Mönchstockheimer Weg beschäftigte sich der Rat ebenfalls. Es waren ein Schild, eine Bank und ein Stromkasten beschädigt worden. Die Gemeinde hat die Tat zur Anzeige gebracht. Bis Herbst soll abgewartet werden, dann soll die Einrichtung des Aussichtspunkts erneuert werden.

    Wegen der geplanten Sportheimsanierung ist Norbert Götz in Gesprächen unter anderem mit dem BLSV. Offen gelegt wurde in der Sitzung die Entschädigung der ersten Bürgermeisterin. Sie erhält monatlich 3600 Euro brutto. Über Punkte wie diesen aber auch über die Besetzung der Ausschüsse des Gemeinderats soll zudem ein Artikel im Gemeindeblatt die Bürger informieren. Wegen alter Hütten und einem Hühnerstall hinter der Kirchenmauer soll mit dem Besitzer das Gespräch gesucht werden, um ein Abriss zu veranlassen.

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    Bearbeitet von Gerald Effertz

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