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    Oberschwarzach

    Keine Selbstbedienung in den Weinbergen

    Noch sind die Trauben nicht reif, doch ob sie bis zur offiziellen Ernte am Rebstock bleiben, ist nicht sicher. Oft werden sie von Spaziergängern einfach gepflückt.
    Noch sind die Trauben nicht reif, doch ob sie bis zur offiziellen Ernte am Rebstock bleiben, ist nicht sicher. Oft werden sie von Spaziergängern einfach gepflückt. Foto: Gudrun Theuerer

    Für die beiden Sportvereine DJK Oberschwarzach und den FC Wiebelsberg gibt es für 2020 wieder eine Vereinspauschale nach den Sportförderrichtlinien. Wie auch in den vergangenen Jahren gewährte die Marktgemeinde Oberschwarzach Zuschüsse in der gleichen Höhe, die es auch vom Freistaat gibt. Im Vergleich zum Vorjahr können sich beide Verein über eine nahezu Verdopplung freuen. Für die DJK bedeutet dies einen Gemeindenzuschuss in Höhe von exakt 4448,60 Euro, der FC Wiebelsberg erhält einen Zuschuss in Höhe von 1164,64 Euro vom Markt.

    Weiterhin entschied der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über einen Antrag der DJK Oberschwarzach über eine Kostenbeteiligung in Höhe von 50 Prozent der Ausgaben für die Pflege und Instandhaltung ihrer Anlagen. Der Rat gewährte einstimmig einen Betrag in Höhe von 1440,11 Euro.

    Einstimmig beschloss der Rat außerdem, die Beratungsfirma "Dr. Först Consult" zu beauftragen, einen Antrag für das Förderverfahren Gigabitrichtlinie zu erstellen. Die Erstellung des Antrags wird zu 100 Prozent gefördert. Dabei beantragen die Kommunen der VG Gerolzhofen gemeinschaftlich die Förderung. Das Programm soll Kommunen gezielt bei der Versorgung mit gigabitfähiger Infrastruktur dort, wo kein eigenwirtschaftlicher Ausbau stattfindet, unterstützen. Först wird in einer der nächsten Sitzungen detaillierter Information zum Programm geben.

    Trauben sind Privatbesitz, neue Schilder sollen her

    Andreas Zehner berichtete von der Hauptversammlung des Weinbauvereins Oberschwarzach. Neben den Frostschäden macht den Winzern auch die Selbstbedienung der Spaziergänger in den Weinbergen immer wieder Sorgen. Der Verein habe bereits selbstgebastelte Schilder aufgestellt, die an die Vernunft der Menschen appellieren. Dennoch komme es immer wieder vor, dass Weintrauben einfach mitgenommen werden. Da die Schilder inzwischen abgenutzt sind, benötige man stabile und haltbare Schilder, so Zehner. Der dazugehörige Text, der auf die Achtung des Privatbesitzes hinweist, wäre schon vorhanden, so Zehner abschließend.

    Bei der sanierten Straße die von der Ortsmitte zum Sportheim in Wiebelsberg führt, kommt bereits das Unkraut wieder durch den Asphalt
    Bei der sanierten Straße die von der Ortsmitte zum Sportheim in Wiebelsberg führt, kommt bereits das Unkraut wieder durch den Asphalt Foto: Gudrun Theuerer

    Bei der sanierten Straße, die von der Ortsmitte zum Sportheim in Wiebelsberg führt, kommt bereits das Unkraut wieder durch den Asphalt. Rainer Dörflein fragte daher an, ob es eine Gewährleistungsvereinbarung mit der Baufirma gebe. Bürgermeister Schötz wird dies prüfen.

    Schließlich wollte Georg Solf noch wissen, wie sicher die im Haushalt eingeplanten Schlüsselzuweisungen in Höhe von 498 000 Euro im Hinblick auf die aktuelle Situation seien. Immerhin hatte man den Betrag um rund 138 000 Euro höher als für das Vorjahr angesetzt. Für das Jahr 2020 werden die Beträge wie im Haushalt vorgesehen auch ausbezahlt, versicherte Bürgermeister Schötz. Auch die Einkommensteuerzulage in Höhe von 794 000 Euro wird ausgezahlt, da sie rückwirkend berechnet werde.

    Holzrecht haben nur Anwesen, die auf einer Liste stehen

    Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung ging es dann um einen Antrag zur Ausübung des Holzrechts im Altort von Oberschwarzach. Im öffentlichen Teil gab Bürgermeister Manfred Schötz vorab allgemeine Informationen zum Holzrecht in der Marktgemeinde. Dieses Gewohnheitsrecht gelte nur für Anwesen im Altort, die auf einer bestehenden Liste aufgeführt sein müssen. Das Holzrecht berechtigt die Besitzer, von der Gemeinde Bauholz für den eigenen Bedarf zur Verfügung gestellt zu bekommen, wenn sie die bestehenden Gebäude auf ihrem Anwesen vollständig abreisen. Es kann nur alle 100 Jahre einmalig bezogen werden. Für den Bau eines Wohnhauses dürfen 14 Kubikmeter (m³) Holz bezogen werden, für eine Scheune 7 m³.

    Bei einem Antrag im Jahr 2013 wurde die Forderung des Holzrechtes abgelehnt. Wie beim aktuellen Antrag entschieden wurde, wird man vielleicht in der nächsten Sitzung des Marktgemeinderates erfahren.

    Die Weinberge laden zum Spazieren gehen ein. Die Weintrauben sollte dabei aber nicht einfach mitgenommen werden.
    Die Weinberge laden zum Spazieren gehen ein. Die Weintrauben sollte dabei aber nicht einfach mitgenommen werden. Foto: Gudrun Theuerer
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