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    Gerolzhofen

    Knoblach will Hilfe für Winzer

    Das ist kein Herbstbild, sondern die braunen Stellen im Wengert sind die Frostschäden im Weinberg oberhalb von Frankenwinheim.
    Das ist kein Herbstbild, sondern die braunen Stellen im Wengert sind die Frostschäden im Weinberg oberhalb von Frankenwinheim. Foto: Stefan Polster

    Schwerer Nachtfrost in der Nacht zum 12. Mai hat die fränkischen Winzer und Obstbauern schwer getroffen. Massive Schäden gibt es beispielsweise am Steigerwaldtrauf von Wiebelsberg bis Handthal, im Gerolzhöfer Arlesgarten und in Frankenwinheim. Paul Knoblach, der Weinbausprecher der Grünen-Landtagsfraktion, will eine nachhaltige Unterstützung der Winzer und Obstbauern durch den Freistaat erreichen. „Baden Württemberg ersetzt auf Antrag 50 Prozent der Kosten für die teuren Frostversicherungen, warum geht das nicht auch in Bayern?“, fragt Knoblach.

    „Die Schäden durch den Klimawandel wachsen rasant, das halbherzige Vorgehen dagegen rächt sich jetzt“, erklärt Knoblach in einer Pressemitteilung. Der Landtagsabgeordnete und Biobauer erinnert an den auch laut Expertenmeinung seit rund 15 Jahren immer früher einsetzenden Vegetationsbeginn. „Umso größer sind die Schäden durch Spätfröste, mit denen auch in Zukunft zu rechnen ist. Der scheinbare Entwicklungsvorsprung im Obst-, Wein- und auch Gartenbau verkehrt sich ins Gegenteil.“

    Gespräch mit Landwirtschaftsministerin gesucht

    Knoblach kennt die erfolgversprechende Forschungsarbeit der Landesanstalt (LWG) in Sachen Spätfroste im Obst-, Wein und Gartenbau, die etwa bei den Themen Frostberegnung und Kaltluftverwirbelung oder auch bei der Sortenauswahl von der Staatsregierung stärker unterstützt werden müsse.

    Deshalb auch werde er das Gespräch mit CSU-Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber suchen. Das zumal Knoblach die Einschätzung teilt, dass wegen der Verluste durch Corona und jetzt den Frost „einige Winzer das nicht überleben werden“: Die Pandemie habe die Vermarktung teils schon zum Erliegen gebracht, Einnahmequellen wie Hofschoppenfeste fallen noch länger weg und „jetzt ist die Hoffnung auf eine gute Weinernte im Herbst auch dahin“.

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    Bearbeitet von Klaus Vogt

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