• aktualisiert:

    Dittelbrunn

    Knappe Mehrheit für die Stellvertreter

    In den Wahlen zum zweiten und dritten Bürgermeister setzten sich bei der konstituierenden Sitzung im Marienbachzentrum Kandidaten durch, die derzeit in Hambach wohnen. Argumente, der größte Ortsteil Dittelbrunn müsse berücksichtigt werden, fanden keine ausreichende Zustimmung. Mit jeweils elf von 21 Stimmen wurden Holger Schmitt zum zweiten und Rebekka Geus zur dritten Bürgermeisterin  gewählt.

    Zu Beginn der Sitzung begrüßte Bürgermeister Willi Warmuth neben den aktiven Gemeinderäten auch ehemalige Mitglieder des Gemeindeparlaments und freute sich über den regen Besuch aus der Bürgerschaft. Zwölf der insgesamt 20 Ratsmitglieder zogen erstmals in das Gremium ein. Warmuth vereidigte die Neuen.

    Einstimmigkeit herrschte bei der Frage nach den Stellvertretern. Wie bisher auch sollte sowohl ein zweiter als auch ein dritter Bürgermeister aus der Mitte des Rates gewählt werden. Holger Schmitt errang bei der geheimen Abstimmung elf, seine Gegenkandidatin Heike Munz zehn Stimmen. Mit Rebekka Geus erhält Dittelbrunn eine junge dritte Bürgermeisterin. Die Hambacherin, deren Großvater und deren Vater schon in den früheren Gemeinderäten saßen, erhielt elf Stimmen, Lars Günther Neubauer  zehn. Vor den beiden Abstimmungen diskutierten die Räte über einen "Wohnortproporz" – der größte Ortsteil Dittelbrunn wollte einen der beiden Stellvertreter stellen.

    Nach der Vereidigung der Stellvertreter beschloss der Rat die neue Gemeindesatzung und die neue Geschäftsordnung. In der Satzung wurden unter anderem die Höhe des Sitzungsgeldes und die Aufwandsentschädigung festgelegt. 30 Euro beträgt in der Wahlperiode zwischen 2020 und 2026 das normale Sitzungsgeld.

    Finanziellen Spielraum gekappt

    Den finanziellen Spielraum für die beschließenden Ausschüsse und für den Bürgermeister hat der Gemeinderat gegenüber der Vorlage kräftig gekappt. In der vorgelegten Form sollten die Gremien Haupt/Finanz-Ausschuss und Bauausschuss Beschlüsse bis zu einer Höhe von 100 000 Euro fällen können, die klare Mehrheit des Rates legte die Höchstsumme auf 50 000 Euro fest. Der Bau- und Umweltausschuss mit Gemeindeentwicklung soll künftig bereits Entscheidungen fällen, auch weil so die Sitzungen im Gemeindeparlament gestrafft werden können. Die Besetzung der acht Mitglieder in den Gremien Haupt- und Finanzausschuss, Bau- und Umweltausschuss mit Gemeindeentwicklung und Soziales wurde nach dem Hare-Niemeyer-Muster berechnet und von den Fraktionen besetzt. Gleiches gilt für den Rechnungsprüfungsausschuss, der noch einen Vorsitzenden bestimmen muss.

    Schnell waren die Fraktionsräume für die Sitzungen im Rathaus vergeben. Sollte das Gemeindeparlament wegen der Pandemie weiter im Marienbachzentrum tagen, so wird die Verwaltung passende Räumlichkeiten für die vier Fraktionen finden, versprach Bürgermeister Willi Warmuth.

    Bekämpfung der Schwammspinner

    Warmuth informierte die Räte zum Ende der öffentlichen Sitzung über die Bekämpfung der Schwammspinnerplage im Gemeindegebiet und gab bekannt, dass am Funkmast in Dittelbrunn im Rahmen der Aktion "mein Lieblingsplatz" ein Ausblickplätzchen für Wanderer und Spaziergänger entstehen wird.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Schweinfurt-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!