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    Niederwerrn

    Niederwerrn: "Geisterstimmen" bei der Wahl der Stellvertreter

    "Gesundheit": Wer im Publikum ein Niesen nicht unterdrücken konnte, dem war Aufmerksamkeit garantiert, bei der ersten Gemeinderatssitzung der Legislaturperiode bis 2026, coronabedingt im Gemeindezentrum. Ansonsten galt das Interesse den ersten Weichenstellungen am Ratstisch. Eine "konstruktive, professionelle, lösungsorientierte Zusammenarbeit", zum Wohle Niederwerrns: Dies wünschte sich Bürgermeisterin Bettina Bärmann, die zumindest mit klarem Wahlerfolg in die aufgewühlte politische See dieser Tage aufbrechen darf.

    "Ich schwöre Treue dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Bayern": Als neue GemeinderätInnen vereidigt wurden Sabine Fedetto, Bettina Häckner und Kathrin Tröster für die Grünen, die erstmals im Gemeindeparlament vertreten sind, Jennifer Köhler (CSU), Ralf Weißenberger und Felix Wohlfahrt (CWVO), Katja Zeitler und Thomas Pfister (Freie Wähler). Roland Fick (FW) oblag es als "Alterspräsident", mahnende Worte zu sprechen: Politische Arbeit setze Kompromissbereitschaft voraus, demokratischer Streit gegenseitigen Respekt. "Es geht um Niederwerrn", so der dienstälteste Gemeinderat, der Churchill zitierte: "Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen".

    Thomas Wohlfahrt als zweiter Bürgermeister im Amt bestätigt 

    Die SPD-Fraktion schlug Thomas Wohlfahrt als Zweiten Bürgermeister vor: Der wurde mit 18 Stimmen im Amt bestätigt, ohne Gegenkandidat. Zwei Stimmen entfielen dennoch auf CSU-Gemeinderätin Inge Stephan, eine war ungültig. Auch bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister schwirrten "Geisterstimmen" durchs Ergebnis. Roland Fick schlug für die Freien Wähler Florian Negwer vor: Der sei zwar der Schwiegersohn der Bürgermeisterin, verfüge aber über Erfahrung, großes öffentliches Engagement und Einsatzbereitschaft, etwa als Jugendbeauftragter der Gemeinde. Auch hier gab es Stimmen für Gemeinderäte, die nicht nominiert waren: eine entfiel auf Inge Stephan, zwei auf Martin Pensel (CSU), eine auf Bernd Hilmer von den Freien Wählern, drei Stimmzettel waren ungültig. Negwer erhielt, als junger Hoffnungsträger seiner Fraktion, 14 Stimmen.

    Nur noch vier Ausschüsse

    Verkleinert wurde die Zahl der Ausschüsse (auf nun vier statt sechs): Im Haupt- und Verwaltungsausschuss sitzen Felix Zirkelbach (CSU), Ralf Weißenberger (CWVO), Michael Haag und Katja Zeitler (FW), Bettina Häckner (Grüne) und Thomas Wohlfahrt (SPD), im Finanzausschuss Martin Pensel (CSU), Gabriele Reuß (CWVO), Roland Fick und Thomas Pfister (FW), Kathrin Tröster (Grüne) und Wolf-Dietrich Lang (SPD), im Bau- und Umweltausschuss Jennifer Köhler (CSU), Felix Wohlfahrt (CWVO), Josef Bock und Thomas Pfister (FW), Sabine Fedetto (Grüne) und Horst Böhm (SPD), jeweils plus Vertreter.

    Dem Rechnungsprüfungsausschuss steht per Beschluss weiterhin Wolf-Dietrich Lang vor, mit Stellvertreterin Katja Zeitler. Ihm gehören zudem Jennifer Köhler (CSU), Gabriele Reuß (CWVO), Bernd Hilmer und Roland Fick (FW) sowie Kathrin Tröster (Grüne) an. Delegierte beim Abwasserzweckverband sind Bürgermeisterin Bärmann, Inge Stephan (CSU), Gabriele Reuß (CWVO), Josef Bock (FW), Bettina Häckner (Grüne) und Thomas Wohlfahrt (SPD). In den Rat des Zweckverbands Gewerbepark Conn Barracks geht qua Amt Bettina Bärmann, durch Wahl Thomas Pfister (Vertreter: Martin Pensel) und Thomas Wohlfahrt (Vertreter: Ralf Weißenberger). Dass die nahe Zukunft vor allem durch Bauprojekte geprägt sein wird, hatte Bärmann schon zu Beginn festgestellt. Zuletzt teilte die Bürgermeisterin mit, dass es 340 000 Euro Zuschuss für die neue evangelische Kita, 436 000 Euro für das "Haus des Kindes" Oberwerrn geben soll.

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