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    Euerbach

    Noch keine großen Auswirkungen auf den Haushalt

    Der Bau der Offenen Ganztagsschule als Erweiterung an der Grundschule Euerbach ist mit 1,2 Millionen Euro im Gemeindehaushalt eingeplant. 300 000 davon sind bereits ausgegeben.
    Der Bau der Offenen Ganztagsschule als Erweiterung an der Grundschule Euerbach ist mit 1,2 Millionen Euro im Gemeindehaushalt eingeplant. 300 000 davon sind bereits ausgegeben. Foto: Silvia Eidel

    "Keine Panik" hieß es in der Gemeinderatssitzung von Bürgermeisterin Simone Seufert, als es um die aktuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Lockdown auf den Gemeindehaushalt ging. Vorsichtiger Optimismus sei angebracht, die Finanzlage stabil, bescheinigte auch Gemeindekämmerer Paul Eck, der einen Zwischenbericht zur Haushaltssituation lieferte. Zwar seien auch bei der Gemeinde Euerbach Stundungsanträge für Steuerzahlungen eingegangen, aber ein Nachtragshaushalt sei nicht nötig, sagte die Bürgermeisterin. Der Kämmerer untermauerte dies mit vielen Zahlen.

    Kreisumlage gestundet

    So ist derzeit auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushalts auch die Kreisumlage – immerhin eine Zahlung von 1,18 Millionen Euro – für die Gemeinde gestundet, also ausgesetzt. Die Einkommensteuer, die mit gut zwei Millionen für das laufende Jahr vorgesehen ist, dürfte im Plan liegen: Die erste von vier Raten lag bei 500 000 Euro, die zweite kommt zum 1. August. Schlüsselzuweisungen würden etwas früher ausgezahlt, informierte Eck.

    Grundlage für deren Berechnung ist die Steuerkraft der Gemeinde auf der Basis von vor zwei Jahren, also von 2018. Das bedeute aber auch, dass sich die Haushaltszahlen von 2020 erst in 2022 auswirken werden. Das müsse man immer im Hinterkopf behalten.

    Vorsichtig agiert

    Bei den Gewerbesteuereinnahmen hatte der Kämmerer bei der Aufstellung des Haushaltsplans im März bereits vorsichtig agiert und nur 520 000 Euro angesetzt. Stand 17. Juli sind bereits 477 000 Euro eingegangen. Allerdings müsse man dennoch mit Schwankungen rechnen, zumal eine zweite Corona-Welle und damit ein zweiter Lockdown mit großen Auswirkungen auf die Gewerbetreibenden kommen könnten.

    Im Vermögenshaushalt stehen große Ausgaben in diesem Jahr erst noch bevor. Von geplanten 7,9 Millionen Euro sind aktuell 1,9 Millionen Euro ausgegeben. So sind bei der Schulerweiterung mit 1,235 Millionen Euro Ansatz derzeit 303 000 Euro bezahlt, beim Krippen-Neubau von 3,1 Millionen Euro etwa 840 000 Euro. Vom Dorfgemeinschaftshaus mit 240 000 Euro geplanten Ausgaben sind es 10 000 Euro, die aktuell ausgegeben sind. Für die geplanten Feuerwehrfahrzeuge mit 235 000 Euro veranschlagten Kosten sind derzeit 91 000 Euro bezahlt.

    Anträge für Zuschüsse laufen

    Auf der Einnahmenseite laufen die Anträge für Zuwendungen, so bei der Regierung von Unterfranken für die Schule die FAG-Mittel oder beim Amt für Ländliche Entwicklung für das Dorfgemeinschaftshaus. Für den Kreisverkehr könnten die Zuschüsse beantragt werden, wenn die Schlussabrechnung vorliege.

    Schulden wurden ebenfalls getilgt: Von 1,988 Millionen Euro Anfang des Jahres wurde die Summe auf 1,89 Millionen gesenkt. Das entspricht einer aktuellen Pro-Kopf-Verschuldung der Euerbacher Bürger von 615 Euro, gegenüber 645 Euro im Januar.

    Derzeit sind noch keine größeren Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Gemeindehaushalt zu spüren. Aber die Konjunktur komme zeitverzögert bei den Kommunen an, warnte der Kämmerer. Wohl 2022 werde die Gemeinde im Bereich der Einkommenssteuer und der Gewerbesteuer getroffen, meinte auch die Bürgermeisterin. Vom angekündigten Rettungsschirm für die Kommunen wisse man aktuell noch nicht, wie er aussehen werde.

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