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    Werneck

    ver.di: "Psychiatrien wollen raus aus dem roten Bereich"

    „Mehr von uns ist besser für alle!“ Davon ist der Vorsitzende des ver.di-Fachbereichs Gesundheit und Soziales, Dieter Rottmann, überzeugt, heißt es in einer Pressemitteilung. "Insbesondere in der Psychiatrie brauchen wir eine gute Personalausstattung, damit die Patientinnen und Patienten in der Region auf die beste Weise behandelt werden können."

    „Dies ist jedoch in Gefahr“, so die stellvertretende Geschäftsführerin von ver.di Schweinfurt, Marietta Eder. In den vergangenen Wochen sei im Hinterzimmer des Gemeinsamen Bundesausschusses über die neue Personalbemessung in Psychiatrien und weiteren Bereichen des Krankenhauses (kurz: PsychPV) verhandelt worden. „Die bisherige Regelung, die knapp 30 Jahre alt ist, muss auf die Höhe der Zeit gebracht werden. Daher fordern wir Kolleginnen und Kollegen von ver.di seit langem eine Anpassung der Personalausstattung", so Marietta Eder.

    „Wir haben neue Aufgaben und Berufsgruppen, dies muss in der neuen Verordnung berücksichtigt werden“, fordert Dieter Rottmann. Weitere große Probleme seien die Gewalt gegenüber den Beschäftigten und die sogenannte 1:1-Betreuung, die viel Personal binde. Doch statt Verbesserungen drohten Verschlechterungen bei der Personalausstattung für die Kliniken.

    „Die Zeit drängt“, so Eder. „Bereits am Donnerstag, 19. September, soll die Entscheidung, die für Jahre die Arbeitsbedingungen regeln wird, fallen.“

    "Deshalb rufen wir alle Kolleginnen und Kollegen zur aktiven Mittagspause auf. Wir wollen eine PsychPV PLUS statt eine PsychPV MINUS“, so Rottmann.

    Am Dienstag, 10. September, ab 12.15 Uhr werde man gemeinsam die Forderungen auf dem Wernecker Marktplatz deutlich machen. „Wir freuen uns, wenn uns dabei Bürgerinnen und Bürger unterstützen. Denn es geht auch um ihre Gesundheit“, so Eder abschließend.

    Bearbeitet von Wolfgang Hüßner

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