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    Schwanfeld

    Generalsanierung der Grundschule Schwanfeld bleibt das Thema

    Verabschiedung und neue Gesichter im Schwanfelder Schulverband (von links): Richard Köth, Jutta Strobel, Schulleiterin Margot Köhler-Tanzberger, Lisa Krein, Christian Zeißner, Christian Holzberger, Andreas Hoßmann und Tobias Blesch.
    Verabschiedung und neue Gesichter im Schwanfelder Schulverband (von links): Richard Köth, Jutta Strobel, Schulleiterin Margot Köhler-Tanzberger, Lisa Krein, Christian Zeißner, Christian Holzberger, Andreas Hoßmann und Tobias Blesch. Foto: Daniela Schneider

    Mit einer "knackigen" Tagesordnung und neuen Gesichtern startete der Schulverband Schwanfeld in die Legislaturperiode. Einzig Wipfelds Bürgermeister Tobias Blesch ist ein "alter Bekannter", die übrigen Verbandsmitglieder – Schwanfelds Bürgermeisterin Lisa Krein, Eisenheims Bürgermeister Christian Holzberger und Waigolshausens Bürgermeister Christian Zeißner sowie die Schwanfelder Gemeinderätin Jutta Strobel – sind neu im Schulverbandsteam. Im ersten Schritt wurde deshalb mit Lisa Krein und Stellvertreter Christian Zeißner der Vorsitz neu besetzt; gleichzeitig wurden die ehemaligen Verbandsvorsitzenden Richard Köth (Schwanfeld) und Andreas Hoßmann (Eisenheim) gebührend verabschiedet.

    Erste einstimmige Entscheidungen gab es dann gleich anschließend: Die Aufwandsentschädigungen für die Vorsitzenden (250/100 Euro inklusive Progression, plus Weihnachtszuwendung) und Ausschussmitglieder (20/25 Euro) wurden erhöht. Wie Bürgermeister Blesch argumentierte, sind die anstehenden Themen – Stichwort Generalsanierung der Grundschule – komplexer geworden. Den Rechnungsprüfungsausschuss bilden Vorsitzender Blesch, Holzinger und Strobel, dazu wurden je ein externer Datenschutz- und Informationssicherheitsbeauftragter bestellt.

    Kosten für die Mittagsbetreuung leicht erhöht

    Wie Schulleiterin Margot Köhler-Tanzberger erklärte, werden 180 Kinder im Schuljahr 2020/2021 in acht Klassen mit durchschnittlich 21 Kindern unterrichtet. Lediglich die neue erste Klasse startet mit aktuell 27 Kindern. 100 Anmeldungen liegen bereits für die Mittagsbetreuung vor, da steige der Raumbedarf weiter. Bezüglich der anstehenden Generalsanierung warb Köhler-Tanzberger für eine Sanierung oder Instandsetzung, um die "tolle Schulatmosphäre" weiterhin gewährleisten zu können. Den 2019 gewonnenen Inklusionspreis (2500 Euro) möchte sie in ein Außenklettergerät investieren. Das Problem: Mit dem nötigen Fallschutz kommen da 10 000 Euro zusammen. Weiter wünschte sich die Schulleiterin eine Türklingel für die Schließung der Grundschule während der Schulzeit. Schwierig, wie Jutta Strobel mahnte, wird die zeitversetzte Abholung der im Schulgebäude untergebrachten Vorschulkinder. Hier wäre eine Türsprechanlage mit Öffner sinnvoll.

    Gewünscht wird auch von Schulseite eine Unterstützung für den weiteren Ausbau der Digitalisierung und die intensive Prüfung der Lagerkapazitäten, gerne mit anschließender Entrümpelung. Abgelehnt wurde vom Gremium die angefragte private Nutzung der Schulaula,  hier gebe es ja das Bürgerzentrum, lautete die Argumentation. Abgesegnet wurde auch eine moderate Erhöhung der Kosten für die Mittagsbetreuung sowie eine Halbierung des Beitrags für die Corona-Notbetreuung, vorausgesetzt das Kind wurde nicht mehr als zehn Tage betreut.

    Waigolshäuser Vorstoß abgelehnt

    Abgelehnt wurde bei einer Gegenstimme der Antrag aus Waigolshausen auf Änderung des Schulsprengels. Der Hintergrund: Während 50 Theilheimer und Hergolshäuser Grundschüler zum Schwanfelder Schulverband gehören, ist Waigolshausen Mitglied im Wernecker Schulverband. Wie Bürgermeister Zeißner ausführte, "wäre es  ideal, wenn alle Kinder einer Gemeinde dem gleichen Schulverband angehören". Bereits 2019 hatte der Waigolshäuser Gemeinderat entschieden, statt der Zustimmung zur Generalsanierung einen Antrag auf den Weg zu bringen, der den Austritt aus dem Schulverband Schwanfeld bedingt. Ein Wunsch, den Bürgermeister Blesch als durchaus nachvollziehbar, aber aus Sicht des Schwanfelder Schulverbandes als "nicht zustimmungsfähig" bezeichnete. Und auch die ehemaligen Verbandsvorsitzenden Köth und Hoßmann beschworen die Solidarität der Schulverbandsmitglieder, dazu mahnte die Schulleiterin, es könne durchaus auch passieren, dass zum Beispiel die Theilheimer Schüler im wohnortfernen Schleerith beschult werden. Die nächste Sitzung mit Schwerpunkt Generalsanierung findet am 22. Juli statt.      

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