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    Poppenhausen

    Werntalhalle soll zu Schulbeginn 2022 wieder öffnen

    Die Werntalhalle – Schulturnhalle, Versammlungsort und Heimat für zwei Vereine – soll bis September 2022 saniert werden.
    Die Werntalhalle – Schulturnhalle, Versammlungsort und Heimat für zwei Vereine – soll bis September 2022 saniert werden. Foto: Hans-Peter Hepp

    Planer Holger Philipp skizzierte den Planungsstand für die Werntalhalle und legte eine erste Kostenberechnung für die Sanierung vor: 6,8 Millionen Euro soll der Umbau kosten, zu den Osterferien 2021 starten die Bauarbeiten, zum Schulstart 2022 soll die restaurierte Halle fertig sein.

    Phillipp präsentierte die Baupläne Stockwerk für Stockwerk und hatte zur Verdeutlichung auch Außenansichten der neuen Halle vorbereitet. Die Substanz der Halle bezeichnete der Architekt als gut und verwies auf die Gutachten der Statiker. Die Sanierung, darauf legte Philipp wert, stelle die deutlich günstigere Variante dar; der Neubau einer gleichwertigen Halle hätte rund eine Million mehr gekostet.

    Kein Club-Raum mehr

    Die wesentlichen Änderungen für den Teil "Doppel-Sport-Halle" sind auf Vorgaben der Regierung für Schulsportstätten zurückzuführen. Dabei geht es um die  Anzahl von Kabinen, Toiletten und Duschen für Lehrer und Schüler. Um allen Vorschriften gerecht zu werden, wird ein Teil des Daches entfernt, Stützen aus dem Bau entnommen und ein neuer Trakt im Erdgeschoss entstehen. Als Folge der notwendigen Umbauten verschwindet der "Club-Raum", die Küche "wandert einen Raum weiter" und eine neue Lehrerumkleide entsteht. Für Lüftung und Heizung präsentierte Philipp sein Konzept.

    Kegelbahn muss weichen

    Im Keller weicht die Kegelbahn, Schützen und Musiker teilen sich das Untergeschoss. Ein neuer Fluchtweg muss dort für die Vereinsräume erstellt werden. Das Obergeschoss bilden die Tribüne (wie bisher) und die neue Belüftungsanlage, die über den Geräte-Räumen angebracht wird.

    Da die Werntalhalle auch in ihrer künftigen Form für Veranstaltungen mit bis zu 600 Gästen genutzt werden soll, haben die Planer zusätzliche Änderungen vorgeschlagen. Außerdem werden die "Lehrerparkplätze" bei der Sanierung mit in Angriff genommen und die Außenanlagen überplant. Natürlich, so Holger Phillip sind die Belange des Brandschutzes und der Barrierefreiheit berücksichtigt.

    Diskussion über Photovoltaik

    Ob eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach angebracht wird, steht noch nicht fest. Es werden einige Varianten diskutiert, die notwendigen Versorgungskabel aber verlegen die Firmen bei der Sanierung bereits.

    Die Idee aus dem Kreis der Planer, auch in der Frankenstraße durch die Befüllung eines Grabens zusätzliche Parkplatzflächen zu schaffen, wurde verworfen. Zehn Räte sprachen sich gegen den rund 100 000 Euro teuren Eingriff aus.

    Aus dem Kreis der Gemeinderäte wurde in der Diskussion auch die Frage nach einem Neubau gestellt. Guido Spahn und Bernadette Mai brachten Argumente für eine neue Halle in die Debatte ein. Beide verwiesen auch auf die "Ganztages-Schulregel", die ab 2025 greift und die man schon in der Gebäudeplanung berücksichtigen könnte.

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