• aktualisiert:

    Waigolshausen

    Zusätzliche Arbeiten verteuern Straßensanierungen

    Für eine intensive Diskussion sorgten bei der jüngsten Gemeinderatssitzung Kostenmehrungen bei laufenden Straßensanierungen, die Bürgermeister Christian Zeißner bekannt gab. Grund sind nicht Verteuerungen, sondern zusätzliche Arbeiten, die seitens der Verwaltung für notwendig erachtet und auch bereits in Auftrag gegeben wurden. Laut Geschäftsleiter Josef Zeißner handelt es sich um defekte Straßeneinläufe, Rinnenplatten und Randsteine sowie Wasserschieber und Hydranten.

    Veranschlagt waren für die im März vom Gemeinderat beschlossenen Sanierungen in Waigolshausen und Theilheim 96 000 Euro. Jetzt kommen noch 40 000 Euro hinzu. Davon entfallen 15 000 Euro auf die Ortseinfahrt in Theilheim und 25 000 Euro auf Freihof und Kirchstraße in Waigolshausen. Eine nachträgliche Genehmigung der Auftragsvergabe hielt Wolfgang Schraut nicht für erforderlich. Auf seinen Vorschlag hin nahm der Gemeinderat die Entscheidungen zur Ausweitung der Arbeiten nur einstimmig zur Kenntnis.

    Zustimmung wollte der Bürgermeister außerdem für die Instandsetzung einer privaten Einfahrt am Kirchplatz in Hergolshausen, die allerdings auf gemeindlichem Grund liegt. Geplant war, die rund 40 Quadratmeter zu asphaltieren und die lockeren Rinnsteine an der Straße wieder zu befestigen. Da eine Baufirma vor Ort sei, könnten Synergien genutzt werden. Von den veranschlagten Kosten von 15 000 Euro würde der Anlieger im Rahmen einer bestehenden Kostenvereinbarung einen kleinen Teil übernehmen, sagte Zeißner.

    Nach längerer Diskussion sprach sich der Rat mit deutlicher Mehrheit gegen die Instandsetzung der Einfahrt aus. Zum einen wurde ein Präzedenzfall befürchtet, zum anderen soll erst ausgelotet werden, was im Bereich Kirchplatz an sonstigen Sanierungen ansteht. Jürgen Petz meinte, dass die Einfahrt noch lange gehalten hätte, wenn der Eigentümer das alte Pflaster nicht entfernt hätte.

    Projekt Lieblingsplätze

    Informationen gab Bürgermeister Zeißner zum Projekt Lieblingsplätze der Allianz Oberes Werntal. Aufgefordert sind die Mitgliedsgemeinden, einen besonderen Platz in der Gemeinde auszusuchen, der sich etwa  durch eine schöne Umgebung, attraktive Lage oder eine Panorama-Aussicht auszeichnet. Dieser Lieblingsplatz könnte dann mit einer großen Holzliege zum Verweilen und einer Stahl-Stehle ausgestattet werden. Die Kosten von 1451 Euro würden zu 80 Prozent gefördert. Auch wenn es nur eine einmalige Förderung pro Gemeinde gäbe äußerte Zeißner den Wunsch, in allen drei Gemeindeteilen einen solchen Lieblingsplatz zu gestalten. Vorschläge sollen die Räte ins Rathaus schicken.

    Grünes Licht für Bauvorhaben

    Zustimmung erteilte der Gemeinderat zwei Bauvorhaben in unbeplanten Altortbereichen. In Theilheim plant ein Antragsteller den Umbau und die Erweiterung eines Zweifamilienwohnhauses in der Kirchgasse. Bei einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen in der Hauptstraße in Waigolshausen ist der Abbruch von Nebengebäuden und ein Um- und Anbau des Wohnhauses geplant. Für das lange leer stehende Anwesen beantragte der Antragsteller auch eine Förderung im Rahmen des kommunalen Förderprogramms zur Belebung der Ortskerne. Diese stellte der Gemeinderat vorbehaltlich einer nachträglichen Prüfung in Aussicht und gab grünes Licht für einen vorzeitigen Baubeginn.

    Im Vorfeld der Sitzung gab es eine Ortseinsicht beim Regenrückhaltebecken der Waigolshäuser Kläranlage. Dabei erläuterte die Verwaltung die erfolgten Pflegemaßnahmen sowie die noch anstehenden Arbeiten beim Beckenbewuchs und hob den Einsatz der Gemeindearbeiter hervor.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Schweinfurt-Newsletter!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!