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    Schweinfurt

    Zuschüsse für neun private Umweltprojekte

    Der Schutz der Umwelt und die Verbesserung natürlicher Lebensbedingungen genießen im Landkreis Schweinfurt eine sehr hohe Priorität. Deshalb gibt es im Landkreis bereits seit vielen Jahren den Umwelt- und Naturschutzfonds, informiert das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Land- und Abfallwirtschaft haben unlängst alle neun beim Fonds eingereichten Zuschussanträge einstimmig bewilligt. Insgesamt bezuschusst der Landkreis als freiwillige Leistung für 2019/2020 Maßnahmen von Privatleuten mit 2111 Euro.

    Unter den Projekten waren zum Beispiele das Anlegen oder die Ergänzung einer Streuobstwiese oder Blühwiese. Der Arbeitskreis Arten- und Naturschutz Schwebheim erhielt für seine Aufwendungen für die Wildtierauffangstation Schwebheim, insbesondere Futterkosten, einen Zuschuss von 375 Euro. Die Auffangstation ist inzwischen von Schwebheim nach Poppenhausen umgezogen.

    Nun können Bürger erneut Anträge bei der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Schweinfurt einreichen. Denn Ziel des Landkreises ist es, mit dem Fonds die Bürger zu gewinnen, Maßnahmen zu ergreifen, mit denen die natürlichen Lebensbedingungen verbessert werden, und sie bei der Umsetzung dieser Maßnahmen finanziell zu unterstützen. Der Umwelt- und Naturschutzfonds ist vor allem für landschaftspflegerische Maßnahmen vorgesehen, die nicht von staatlicher Seite unterstützt werden. Er steht Verbänden, Vereinen oder Einzelpersonen zur Verfügung, die nach Abschluss der Maßnahmen aus dem Fonds mit Zuschüssen bedacht werden können.

    Welche Maßnahmen sind förderfähig?

    Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen laut Pressemitteilung zum Beispiel die Anlage oder Ergänzung von Streuobstwiesen, das Anpflanzen von Hecken, Feldgehölzen oder Bäumen in der freien Landschaft, die fachgerechte Sanierung erhaltungswürdiger Bäume oder auch die Pflege wertvoller Biotopflächen.

    Ebenso ist das Anlegen von Blühflächen erwünscht, um eine ökologische Aufwertung unserer Landschaft erzielen zu können. Dies dient vor allem dem Artenschutz und soll dem Insektensterben entgegenwirken. Ebenso ist damit die Verbesserung des Lebensraums für das Wild durch die Schaffung von Rückzugsgebieten und Äsungsflächen in der teilweise ausgeräumten Feldflur verbunden. Deshalb sind auch die Jäger sowie die Eigentümer von Grundstücken in den Jagdrevieren aufgerufen, sich an aktiven ökologischen Aufwertungsmaßnahmen in der freien Landschaft zu beteiligen.

    Gerade auch im Hinblick auf das im Zuge des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" reformierte Bayerische Naturschutzgesetz, würde sich die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Jagdbehörde des Landratsamtes freuen, wenn durch private Initiativen Lebensraumverbesserungen in unserer heimischen Flur unternommen werden. Um in den Genuss einer Förderung zu kommen, sind solche Aktionen vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.

    Deren Mitarbeiter beraten Interessierte gerne über die Umsetzung von ökologischen Maßnahmen und über die Fördermöglichkeiten. Innerhalb von zwei Monaten nach Abschluss der Maßnahme ist beim Landratsamt ein formloser Antrag einzureichen. Dem Antrag sind die beglichenen Rechnungen beizulegen. Ebenso sollte eine kurze Darstellung der Maßnahme beigefügt werden. Der Fördersatz beträgt in der Regel 50 Prozent der nachgewiesenen Kosten.

    Fragen beantwortet die Untere Naturschutzbehörde unter Tel.: (09721) 55-573 oder E-Mail: naturschutz@lrasw.de

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    Bearbeitet von Michael Mahr

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