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    Margetshöchheim

    100 Meter Uferrand in Margetshöchheim abgebrannt

    Das Feuer am Uferrand bei Margetshöchheim brannte lichterloh. Foto: Paul Scheckenbach

    Ein loderndes Feuer im Uferbereich auf dem Radweg zwischen Margetshöchheim und dem Erlabrunner Badesee hatte Anfang April einen Passanten dazu veranlasst, die Feuerwehr zu alarmieren (wir berichteten)

    Mit sieben Einsatzwagen waren die Feuerwehren aus Margetshöchheim und Erlabrunn vor Ort. 90 Minuten habe man gebraucht, um den Brand am Uferrand zu löschen, berichtet ein Feuerwehrmann auf Anfrage dieser Redaktion. Auf einer Länge von rund 100 Metern ist ein großer Teil der Vegetation fast komplett abgebrannt. Auch einige Bäume wurden in Mitleidenschaft gezogen; manche mussten bereits entfernt werden. Ob die verbliebenen angekohlten Bäume so großen Schaden genommen haben, dass sie letztendlich doch noch gefällt werden müssen, werde sich erst im Lauf der nächsten Zeit zeigen. Glücklicherweise kamen bei dem Feuer keine Personen zu Schaden.

    Die Feuerwehr war schnell zur Stelle. Trotzdem brannte das Schilfgebiet auf rund 100 Metern Länge fast völlig aus. Foto: Paul Scheckenbach

    Der abgebrannte Uferrandstreifen gehört zum Landschaftsschutzgebiet. Zahlreiche, teils auch seltene Tierarten sind hier in der typischen Vegetation am Gewässerrand des Mains heimisch. In der Nähe zur Brandstelle leben etwa der Biber und der Eisvogel. Zudem ist Schilf häufig Brutgebiet für seltene Vogelarten wie Rohrsänger, auch Amphibien wie Kröten könnten dort vorkommen. Welche Tierarten explizit von der Zerstörung des Schilfgebiets am Mainufer betroffen sein könnten, war auf Nachfrage bei verschiedenen Stellen und Behörden nicht in Erfahrung zu bringen. Man könne jedoch davon ausgehen, dass die für Gewässerrandzonen typischen Tierarten dort vorkamen. Ob seltene Vogelarten bereits im Schilf gebrütet haben, ist nicht bekannt.

    Brandursache weiter unklar

    Auch die Brandursache ist weiterhin unklar. Laut Angaben der Polizei haben erste Ermittlungen ergeben, dass es eindeutig mehrere Brandherde gab. Es ist also nicht von einer natürlichen Selbstentzündung auszugehen. In Frage kommen könnten beispielsweise weggeworfene Zigarettenkippen, die sich im trockenen Schilf entzündeten, oder Glasscherben, die bei Sonnenstrahlung wie Brenngläser wirken können, hieß es. Brandstiftung kommt ebenfalls als Brandursache in Frage, die Polizei ermittelt auch in diese Richtung weiter. Da sich der Brand unmittelbar am stark frequentierten Radweg ereignete, gibt es möglicherweise Personen, die etwas Auffälliges beobachtet haben.

    Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Würzburg-Land unter Tel.: (0931) 4571630 entgegen

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