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    REMLINGEN

    25 Jahre Remlinger Rüben und Bioland-Hof Schwab

    Thomas Schwab wollte etwas verändern und ging vor 25 Jahren zusammen mit seiner Frau Ines Herold-Schwab neue Wege in der Landwirtschaft. Damals, sicher von einigen Berufskollegen belächelt, sagt er heute: „Wir haben den richtigen Weg eingeschlagen.“ Mit einem Hoffest und einem Tag der offenen Hoftür feiern der Bioland-Hof Schwab und die Remlinger Rüben GmbH ihr Jubiläum am Muttertag, Sonntag, 13. Mai.

    Was vor einem Vierteljahrhundert mit einer Betriebsneugründung, gut 14 Hektar Pachtfläche und viel Handarbeit seinen Anfang nahm, ist heute ein Bioland-Betrieb mit 90 Hektar Ackerfläche und 25 Mitarbeitern. Aufgewachsen auf einem Bauernhof, suchte Thomas Schwab nach dem Abitur seinen beruflichen Weg und fand ihn mit Leidenschaft im Beruf des Bio-Bauern und Vermarkters von zertifizierten Bio-Produkten.

    Der Anfang

    Durch den Kontakt zu einem Biohof, von dem er später auch die bereits auf Ökologischen Landbau umgestellten Flächen pachten konnte, wurde sein Interesse geweckt. Verschiedene Orientierungsseminare führten ihn an die Universität Witzenhausen in Kassel. Eine der wenigen Universitäten in Deutschland, die bereits in den Achtzigerjahren einen Lehrstuhl für ökologische Agrarwissenschaften hatte.

    Wann die Entscheidung zum Gemüseanbau und später die Idee der Remlinger Rüben GmbH als Vermarkter der von 20 Betrieben erzeugten Produkte entstand, kann Schwab nicht mehr sagen. Sicher haben die Erfahrungen, die der Biolandwirt bei verschiedenen Auslandsaufenthalten in den USA sammeln konnte und der Standort Remlingen mit seinen vorwiegend schweren, lehmigen Böden maßgeblich dazu beigetragen, dass der Bioland-Hof Schwab heute Karotten, Kartoffeln und Zwiebeln anbaut.

    Im Einklang mit der Natur

    Die Grundsätze für eine ökologische Bewirtschaftung sind hochgesteckt. Die Familie Schwab wirtschaftet und produziert im Einklang mit der Natur: „Das bedeutet vor allem, dass wir die Ressourcen, die uns die Natur bereitstellt, nachhaltig nutzen. Ökologisch wirtschaften bedeutet für uns aber auch, Verantwortung für die Natur zu übernehmen.“ Vorbeugender Pflanzenschutz fängt bei Schwab deshalb schon beim Saatgut an. Das Pflanzgut stammt aus ökologischer Vermehrung von Höfen aus unserer Region.

    Der Weg bis zu einem erfolgreichen Betrieb war aber auch für die Familie Schwab nicht ohne Rückschläge zu meistern. „Durch die Betriebsneugründung mussten wir“, so Schwab, „ eine Nische schaffen, in der wir mit möglichst geringem Startkapital schnell den nötigen Gewinn erzielen konnten, um uns eine Existenz aufzubauen.“ Das Gemüse und in den ersten Jahren der Anbau von Salat konnte mit wenig Maschinen praktiziert werden. Handarbeit war hier gefragt. Der Direktverkauf erfolgte über Marktstände und später über den Hofladen, den sich Ines Herold-Schwab aufgebaut hat.

    Mit dem Hoffest stellt die Familie Schwab ihren Betrieb und ihre Produkte vor. Neben einem Rahmen- und Kinderprogramm gibt es aus der Küche einen Mittagstisch mit Produkten aus dem ökologischen Landbau.

    Mehr Informationen unter: www.remlinger-rueben.de

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