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    Estenfeld

    72-Stunden-Aktion in der Kartause Estenfeld

    Den Innenhof der Kartause von Unkraut befreien und die größten Lücken im Boden abdichten, Palettenmöbel bauen, eine Spielekiste herrichten und den WC-Container bunt bemalen – das sind die Aufgaben, mit denen sich die Ministranten in Estenfeld bei der bundesweiten Aktion "72 Stunden" befassen werden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Theresa Störlein, Sprecherin der Ministranten, den Plan in allen Einzelheiten vor.

    Ministranten arbeiten von Freitag bis Sonntag

    Den Beginn am Donnerstag, 23. Mai, macht um 17.07 Uhr ein Gottesdienst mit dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Joachim Bayer. Freitag und Samstag wird von 9 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr gearbeitet, weshalb die Eltern der Schüler für Freitag eine Befreiung vom Unterricht beantragen müssen (und vermutlich auch bekommen werden). Auch am Sonntagvormittag greifen die Ministranten noch zu Pinsel, Hammer und Nagel, und von 14.30 bis 17.07 Uhr läuft die Abschlussaktion. Anschließend ist noch bis 19 Uhr Feiern angesagt, vermutlich mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Celina von den Grünen. Zumindest habe sie ihr Erscheinen zugesagt, sagte Theresa Störlein.

    Ursprünglich hatten die Ministranten für die 72-Stunden-Aktion geplant, durch den zukünftigen Bürgerpark der Kartause einen Radweg anzulegen. Weil aber allein die Planung dafür und das Warten auf das Okay vom Landratsamt viel zu lange gedauert hätte, wie Bürgermeisterin Rosi Schraud in der Sitzung erklärte, hatten sich die Ministranten die genannten Alternativen überlegt. Wobei sie mit einem künstlerischen Problem zu kämpfen haben werden, denn der Blechcontainer lässt sich wegen der Wellenform nur schlecht bemalen.

    Gemeinde unterstützt Ministranten

    Und um ihn ganz zu bemalen, bekommen sie von der Gemeinde ein Rollengerüst geliehen. Die Spielekiste wird unter anderem mit einem Wikinger-Schachspiel bestückt, die Paletten für die Möbel sind auch schon geliefert, und auch die Materialien für die Unkrautbeseitigung im Innenhof der Kartause steht bereit. Sollte es zur 72-Stunden-Aktion regnen, müssten noch Planen beschafft werden, um die Künstler und deren Kunstwerk nicht im Regen stehen zu lassen.

    Zur Osterzeit werden die Ministranten nicht nur wie üblich leiern, sondern auch Flyer in jeden Briefkasten des Ortes werfen. Darin werden sie ihre Aktion detailliert vorstellen. Die Bürgermeisterin versprach in der Sitzung übrigens, dass die Ministranten auf Kosten der Gemeinde von einer Metzgerei mit Essen versorgt werden, und alle Mitglieder des Rates spendeten der Chef-Ministrantin viel Zuspruch und Lob für deren Aktion im Mai.

    Kartausentor wird gerichtet

    Im Februar hatte die Geschäftsleiterin Lisa Krein über die Sanierungsarbeiten am Tor der Kartause informiert. Dieses Tor war den Handwerkern regelrecht unter den Fingern zerbröselt, letztlich ist es bei der Sanierung ganz auseinander gebrochen. In der jüngsten Sitzung erhielt der Rat nun die Information, dass sehr viele Bretter des historischen Tores ersetzt werden müssen, und das kostet die Gemeinde 17 478 Euro. Weil das teurer ist als der ursprünglich angesetzte Preis, hatte der Rat darüber zu befinden, das Geld in den Haushalt einzustellen. Der Redebedarf der Räte hielt sich schwer in Grenzen, so dass das Gremium einstimmig dem Nachtragshaushalt zustimmte.

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