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    EIBELSTADT

    80 Kanuten in der Schleusenkammer

    Ein einmaliger Anblick. Über 80 Boote wurden in Randersacker geschleust Foto: Helmut Rienecker

    Immer am langen Wochenende um Fronleichnam treffen sich die bayrischen Kanu-Wanderfahrer an einem anderen Ort. Das inzwischen 45. Treffen richtete heuer das Team von Kanu-Club Würzburg aus. Als Veranstaltungsort wählten die Würzburger den Wohnmobilstellplatz des Wassersportclubs in Eibelstadt. Denn hier war genug Platz für die Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile der 100 Teilnehmer, die teilweise schon am Mittwoch angereist waren. Auf dem Platz hatten die Veranstalter ein großes Zelt aufgebaut, das Platz für alle Teilnehmer und ihre Gäste bot. Doch wegen des trockenen und warmen Wetters wurde es zum Glück nur als Sonnenschutz gebraucht.

    Tägliche Touren auf dem Main

    Und was machen Wanderfahrer, wenn sie sich treffen? Kanufahren natürlich. Und so sah das Programm für das lange Wochenende auch jeden Tag eine Tour auf dem Main vor. Am Donnerstagvormittag führte der Wasserweg flussabwärts nach Veitshöchheim. Weil die Bootsschleuse an der Randersackerer Staustufe schon seit einiger Zeit defekt ist, wurden die 80 Boote in der großen Schleusenkammer abgesenkt. Sicher ein ganz besonderes Erlebnis für viele der Wanderfahrer. Dasselbe Prozedere gab es dann noch mal in Würzburg. Denn diese Staustufe verfügt über keine Bootschleuse. In Veitshöchheim hatten die Paddler dann die Gelegenheit den Hofgarten anzuschauen. Überhaupt kam die Kultur in den vier Tagen nicht zu kurz. Auf dem Programm standen auch der Besuch der Würzburger Residenz, und eine Stadtführung durch den Weinort Eibelstadt.

    Auch Schulungen wurden angeboten. So hielt ein Vertreter des Landesbundes für Vogelschutz einen Vortrag über die Ökologie an Bächen und Flüssen und sensibilisierte die Kanuten für umweltgerechtes Paddeln. Weiterhin stand eine Sicherheitsschulung über das Fahren auf Großwasserstraßen wie dem Main und dem Rhein-Main-Donau-Kanal auf der Tagesordnung.

    Preisverleihung beim Festabend

    Immer öfter verlangen Bootsverleiher den Europäischen Paddel Pass, kurz EPP genannt. Wer noch keinen hatte, konnte die Gelegenheit wahrnehmen und das Zertifikat bei dem Treffen erlangen.

    Am Samstag stand ein Festabend auf dem Programm. Neben lokalen Politikern waren auch Vertreter des Deutschen Kanu Verbandes gekommen. Und zahlreiche Kanuten konnten Ehrungen entgegennehmen. Denn für 600 gepaddelte Kilometer gibt es schon das bronzene Abzeichen, für 6000 Silber, für 8000 Gold. Und wer insgesamt mehr als 40 000 Kilometer im Kanu, Kajak oder Kanadier zurückgelegt hat, darf sich das Globus-Abzeichen anstecken. Denn sie oder er ist dann einmal um die Welt gefahren.

    Am Ende des langen Wochenendes waren alle Teilnehmer und die Ausrichter voll zufrieden. Das Wetter hatte gepasst, die Wanderfahrer hatten Weinfranken näher kennengelernt und mit einer Lesung von Cornelia Böse, die auch Mitglied beim Würzburger Kanu-Club ist, kam auch die Kultur nicht zu kurz.

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