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    Darstadt

    90. Geburtstag der Freifrau Zobel von Giebelstadt zu Darstadt

    Baronin Zobel feiert ihren 90. Geburtstag Foto: Heiner von Zobel

    Eigentlich kennt jeder die Baronin in Ochsenfurt, wie sie überall genannt wird. Auch im hohen Alter ging sie immer noch in Ochsenfurt einkaufen. Ihr offizieller Name lautet Gerda Freifrau Zobel von Giebelstadt zu Darstadt. Nun feiert sie 90. Geburtstag. 

    Ursprünglich stammt Freifrau Gerda (geb. Senitza) aus Kärnten, wo sie am 11. September 1928 in Poitschach geboren wurde, wo ihre Eltern einen Gutshof bewirtschafteten. Eigentlich hätte sie gerne Landwirtschaft studiert, entschied sich dann aber für Gartenbau. Nach ihrem Studium absolvierte die junge Frau mehrere Praktika, eines auch in Neustadt a.d.Aisch bei ihrem Onkel. Hier lernte sie ihren späteren Ehemann Stephan kennen und die beiden heirateten 1957.

    „Wir haben ein schönes Leben geführt. Aufgrund der vielen gemeinsamen Interessen und unserer vier Kinder hatten wir viel Freude miteinander“, sagt Freifrau Gerda heute. Besonders verband sie die große Liebe zur Landwirtschaft und zu den Bergen. Gerda, die in einer Jägerfamilie aufgewachsen war, überredete ihren Mann zur Jagd, wodurch sie noch mehr gemeinsame Zeit verbrachten.

    1967 legte Freifrau Gerda ihren Meister der ländlichen Hauswirtschaft ab und kümmerte sich so nicht nur um ihre vier Kinder, sondern auch immer um zwei Lehrlinge, meist Bauerntöchter aus dem Gau, die auf dem Gut ausgebildet wurden.

    Neben der Familie und der Landwirtschaft des Gutes engagierte sich Gerda von Zobel aber auch in der Gemeinde Darstadt. Schwer traf sie der unerwartete Tod ihres Mannes vor 17 Jahren. Als ihr Sohn mit seiner Familie in das weitläufige Gebäude des Schlosses mit einzog, war sie froh, da sie nicht mehr alleine war. „Wir sitzen nicht permanent zusammen, aber wir verstehen uns und haben einen engen Kontakt“, erzählt sie.

    Traurig ist Gerda von Zobel darüber, dass sie vor zwei Jahren stürzte, sich einen Oberschenkelbruch zuzog und gleich zweimal operiert werden musste. Dadurch ist sie in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und lebt zur Zeit im Bürgerspital in Würzburg. Aber die geistig fitte Frau beschäftigt sich, liest historisch Romane, macht ihre Physiotherapie-Übungen oder schaut am Abend Kultursendungen. Besonders freut sie sich, dass sie viel Besuch bekommt. 

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