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    Würzburg

    A3-Baustelle: Pfeiler schlugen krachend im Fallbett auf

    Da rummst es. Am Montag wurden zwei 40 Meter hohe Pfeiler der Talbrücke der Autobahn 3 beim Würzburger Stadtteil Heidlingsfeld auf ein sogenanntes Fallbett gezogen. Foto: Thomas Obermeier

    1000 Tonnen lassen die Erde ordentlich beben. Das bekamen die Zuschauer einer "Fällaktion" am Montagnachmittag auf der Baustelle der Heidingsfelder Talbrücke der Autobahn 3 am eigenen Leib zu spüren. "Gefällt" wurde ein 40 Meter hohes und 26 Meter breites Pfeilerpaar aus Stahlbeton der alten Talbrücke, das seit 1964 zuverlässig seinen Dienst getan hatte. Jetzt hatte sein letztes Stündlein geschlagen.

    In den letzten Tagen war es am Fuß in seiner Struktur geschwächt worden, sprich Bauarbeiter hatten wie große Biber bereits große Teile herausgebrochen und durch Provisorien ersetzt. Diese wurden nun am Montagnachmittag entfernt. Derweil hatte die Autobahnpolizei den Verkehr auf der bereits fertiggestellten neuen nördlichen Brücke in beide Fahrtrichtungen  kurzzeitig angehalten.

    Zwei Bagger zogen aus respektvoller Entfernung an den beiden an der Spitze des Pfeilerpaars befestigten Stahlseilen - und der Gigant begann sich erst langsam, dann immer schneller in Fahrtrichtung Nürnberg zu neigen, um letztendlich mit einem gewaltigen Bumms in die als Fallbett aufgeschüttete Erde aufzuschlagen. Selbst oben auf der neuen Brücke spürten die Beobachter, wie die Erde unter dem Aufprall erbebte. Und schon kurz danach begann der Verkehr wieder zu fließen.

    Am Pfeilerpaar nebenan laufen bereits die Vorbereitungen, um noch in dieser Woche mit dem Rückbau zu beginnen. Zu allererst wird wieder das noch stehende Fahrbahnteil herabgezogen,  anschließend folgen die Stützen auf die gleiche Weise, nur fallen sie dann in Fahrtrichtung Frankfurt. Wann genau, stehe aber noch nicht fest, sagt Matthias Freitag vom Höchberger Ingenierbüro Team Plan.

    Am Widerlager in Richtung Frankfurt ist derzeit der erste Brückenkasten der neuen südlichen Talbrücke im Werden. Funken fliegen überall, wo geschweißt und geschliffen wird. Der gelbe, sogenannte Vorbauschnabel ist bereits montiert. In der dritten Februarwoche dann soll das 120 Meter lange Brückenelement über die ersten beiden Pfeiler vom Widerlager Frankfurt aus in Richtung Nürnberg geschoben werden.

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