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    Rimpar

    Ältester kommunaler Kindergarten Rimpars besteht seit 60 Jahren

    Der Schlossmühl-Kindergarten liegt zu Füßen von Schloss Grumbach. Foto: Ammon

    Vor 60 Jahren hat mit dem Schlossmühl-Kindergarten der erste kommunale Kindergarten der Marktgemeinde Rimpar eröffnet. Mit einem Tag der offenen Tür und einem Festakt in der Alten Knabenschule feierte die Einrichtung runden Geburtstag. Auch ein besonderer Gast, die langjährige Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, nahm an der Feier teil. "Eine gute Kinderbetreuung gehört unbedingt dazu, um junge Leute in den Orten zu halten", betonten sie und Landrat Eberhard Nuß.

    Als der Kindergarten im Dezember 1959 eröffnete, galt er als ein wegweisendes und zeitgemäßes Betreuungsangebot mitten im Ort. In dem eingeschossigen Neubau – ihm musste eine alte Villa im Eigentum der Gemeinde weichen – gab es drei Gruppenräume, einen Schlafraum und erstmals auch kleine, auf die Größe der Kinder angepasste Stühle. Der damalige Schulrat Weißenberger lobte die Einrichtung dafür, dass sie "vorschulische Aufgaben" übernehme. Das Team wurde ehrenamtlich von Schwester Friedholda geleitet, die von einer weiteren Ordensfrau, Schwester Corvina, unterstützt wurde.

    Die Betreuerinnen dürften einiges zu tun gehabt haben: In jeder Gruppe waren 50 bis 60 Kinder untergebracht. "Da war Leben in der Bude", erinnerte sich Bürgermeister Burkard Losert, der zu den ersten Wirbelwinden in dem neuen Kindergarten gehörte. Es bedeutete jedoch einen deutlichen Fortschritt gegenüber der Alten Knabenschule, wo die Kinder davor untergebracht waren. "Wir mussten auf den kleinen Bänken zu fünft oder mehr setzen", erzählte er. Ein besonderes Erinnerungsstück hat er sich aufbewahrt: Ein kleines Handtuch, das die Kinder mit dem Namen bestickt mit zu bringen hatten und das fein säuberlich im Waschraum aufgehängt wurde.

    In seiner Rede stellte der Bürgermeister die große Bedeutung der Kindergärten für die Gemeinde heraus. Jedes Jahr wende sie 1,2 Millionen Euro für die Unterhaltung auf. Ein vierter Kindergarten sei derzeit in Planung. "Ohne Kinder keine Jugend, ohne Jugend kein Zukunft", begründete er den hohen Stellenwert die Kinderbetreuung. Auch die erste Kinderkrippe hat sich im Schlossmühl-Kindergarten befunden. Sie wurde vor etwa 15 Jahren eingerichtet und wird heute von 14 Kleinkindern besucht. Außerdem gibt es heute zwei Regelgruppen mit 50 Kindern.

    Pädagogisch steht heute in dem Anfang der 1990er Jahre von Grund auf sanierten Kindergarten die Person jedes einzelnen Kindes sowie eine ganzheitliche Erziehung zu Eigenverantwortung und Selbstständigkeit im Mittelpunkt. Der Kindergarten ist überkonfessionell. Wie im Jahr der Gründung bilden die Feste des Kirchenjahres eine wichtige Säule.

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