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    Würzburg

    Ängste, Sorgen, Wünsche: Das bewegt Unterfrankens Jugend

    Liebe statt Hass! Dieses Plakat war bei der Großdemonstration für Menschenrechte, Klima und Gleichberechtigung im Oktober in Würzburg zu sehen.  Foto: Patty Varasano

    Wofür interessierst du dich? Wie stellst du dir die Zukunft vor? Und was sagst du zur deutschen Politik? Diese und ähnliche Fragen haben wir 13 jungen Erwachsenen aus ganz Unterfranken gestellt, angelehnt an die Shell-Jugendstudie. Wir haben die Jugendlichen gebeten, ihre Sicht auf die Gesellschaft zu schildern. Und wollten wissen, was ihr Leben in der Region bereichert oder erschwert.

    Die Jugend von heute sei respektlos und nur noch am Smartphone - so oder ähnlich klingen die Klischees. In Zeiten von Fridays for Future  vermittelt zumindest ein Teil der Jugendgeneration indes  einen ganz anderen Eindruck. Wofür engagiert sich die Jugend in Unterfranken? Für den Klimawandel, ja. Aber unsere Gesprächspartner sind auch in der Lokalpolitik, bei der freiwilligen Feuerwehr oder ehrenamtlich in der Jugendarbeit aktiv. 

    Und einige der 13 jungen Leute nehmen beunruhigt einen zunehmenden Rechtsruck in Deutschland wahr. Dass es noch immer Diskriminierung und Vorurteile gibt, beschäftigt viele der Jugendlichen auch im Hinblick auf die Job- oder Wohnungssuche.

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    Fast alle der Interviewten bilden sich ihre Meinung in erster Linie online. Dafür nutzen sie soziale Netzwerke wie Instagram oder greifen auf klassische Nachrichtenformate wie die Tagesschau zurück. Aber auch Satireshows oder Gespräche mit dem privaten Umfeld helfen bei der Meinungsbildung, geht aus den Interviews hervor.

    Für Unterfranken und ihre unmittelbare Heimat nehmen die 13 Jugendlichen einen klaren Standpunkt ein: Es braucht einen anderen, besseren öffentlichen Personennahverkehr - günstiger, flexibler und häufiger müssten die Busse fahren, finden die jungen Erwachsenen. Außerdem fordern viele einen fortschrittlicheren digitalen Ausbau in Unterfranken. 

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    Vielleicht liegt es am Eindruck über eine Polarisierung der Gesellschaft: Für "die Zukunft" in Deutschland und für die Weltbevölkerung wünscht sich die Mehrheit der befragten jungen Erwachsenen wieder mehr Mitmenschlichkeit. Sie hoffen auf Toleranz und eine friedliche Stimmung unter den Menschen. 

    Und für die persönliche Zukunft? Wünschen sie sich einen sicheren und "sinnvollen" Beruf. Gleichzeitig stellen sich die meisten der Jugendlichen ein traditionelles Familienleben vor: mit Lebenspartner, Kindern und Familienhund auf eigenem Haus und Hof. 

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    Die Gesprächspartner der Umfrage
    Für die Umfrage zum Thema: "Wie tickt die Jugend in Unterfranken?", haben Volontäre und Praktikanten unserer Redaktion mit diesen jungen Erwachsenen aus Unterfranken gesprochen: 
    Benjamin Bördlein (18) aus Bad Königshofen (Lkr. Rhön-Grabfeld), Abiturient
    Birgit Eilender (18) aus Erlenbach (Lkr. Main-Spessart), Schülerin
    Tobias Friedel (22) aus Eisingen (Lkr. Würzburg), Student für Medienkommunikation
    Laura Heinisch (18) aus Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen), Auszubildende zur Kauffrau
    Damaris Heß (20) aus Rödelsee (Lkr. Kitzingen), derzeitige Weinprinzessin Rödelsee
    Kerstin Hug (21) aus Würzburg, Studentin für Grundschullehramt
    Daniel Johnston (20) aus Schweinfurt, Auszubildender zum Erzieher
    Clara Kreßmann (22) aus Kitzingen, ehemalige Gartenkönigin Etwashausen
    Jonas Lang (21) aus Ebern (Lkr. Haßberge), Schüler
    Leon Müller (18) aus Schweinfurt, Auszubildender zum Restaurantfachmann
    Melanie Schor (17) aus Steinbach (Lkr. Haßberge), Schülerin
    Raphael Schulte (20) aus Marktheidenfeld (Lkr. Main-Spessart), Schüler
    Linda Seske (22) aus Würzburg, Studentin für Medien und Mensch-Computer-Interaktionen

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