• aktualisiert:

    Kist

    Ärger über Kindergarten Kist: Beiträge jetzt doppelt so hoch

    Bürgermeisterkandidat Stephan Spall hatte zu einer offenen Gesprächsrunde über die Zustände im Kindergarten St. Bartholomäus und die kürzlich angehobenen Kindergartenbeiträge eingeladen Foto: Matthias Ernst

    Kürzlich sorgte ein Elternbrief der katholischen Kirchenstiftung St. Bartholomäus für Verstimmung. Darin wurden teils massiv höherer Betreuungskosten für das neue Kindergartenjahr angekündigt. Vor allem Eltern von Krippenkindern müssen seit 1. September doppelt so viel zahlen. Doch auch die Betreuung im Kindergarten wird etwas teurer.

    Die Steigerung erklärt die Kirchenstiftung mit den höheren Kosten im Verwaltungs- und Personalbereich und einem Fehlbetrag aus dem Jahr 2018, sowie einem zu erwartenden Defizit für 2019. In früheren Jahren sei immer ein Plus in der Jahresrechnung der Kindertagesstätte zu verzeichnen gewesen. Die neue Situation fordere ein Einschreiten der Kirchenverwaltung, so Bernd Müller, stellvertretender Vorsitzender der Kirchenverwaltung und Gemeindereferent der Pfarreingemeinschaft Kreuz Christi, zu der die Gemeinde Kist gehört. 

    SPD-Antrag zur Übernahme der Kosten

    Zwischenzeitlich ging ein Schreiben des Elternbeirats an die Gemeinde, in dem um Unterstützung und teilweise Übernahme der Mehrkosten gebeten wird. Daraufhin stellte die SPD-Fraktion den Antrag, Kosten zu übernehmen. Der Gemeinderat regte ein Gespräch mit den Verantwortlichen von Kirche und Verwaltung an. Dies konnte wegen der Ferienzeit noch nicht stattfinden, der Gemeinderat also nicht über mögliche Zuschüsse und andere Hilfen beraten.

    Vergangene Woche lud nun der CSU Ortsverband zu einer offenen Gesprächsrunde zum Thema Kindergartenbeiträge ein. Die Eltern machen ihrem Ärger Luft. Der Zeitpunkt des Schreibens sei äußerst unglücklich gewählt, so eine Kritik. Man habe erst die Stunden für das kommende Kindergartenjahr buchen müssen und wurde im Nachhinein mit den höheren Beiträgen konfrontiert. Eltern sprachen aber auch andere Probleme im Kindergarten an. 

    Die Aussage Faulhabers sei schwammig

    Inzwischen wurden Gespräche zwischen Vertretern der Gemeinde, des Gemeinderats und der Kirchenverwaltung geführt. Dazu war die Fachaufsicht des Landratsamtes eingeladen. Elternvertreter waren allerdings nicht dabei. Eine transparente Politik sehe anders aus, stellte CSU-Bürgermeisterkandidat Stephan Spall fest. Denn erst durch den Elternbeirat sei der Gemeinderat auf die Situation aufmerksam gemacht worden. Die Aussage auf der Homepage der Gemeinde sei sehr schwammig.

    Dort hat Bürgermeister Volker Faulhaber nach dem Gespräch mitgeteilt: "Als wichtiges Ereignis bleibt festzuhalten, dass eine Lösung gefunden werden soll, eine direkte Entlastung der Elternbeiträge für Kindergarten und Kinderkrippe zu erhalten. Dem Gemeinderat werden in der nächsten Sitzung Vorschläge gemacht." Sollte sich die Situation nicht grundsätzlich verbessern, überlege die CSU, ob man die Trägerschaft für die eigentlich öffentliche Aufgabe der Kinderbetreuung nicht wieder in gemeindliche Hände legen soll. 

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!