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    Simmershofen

    Abwasserkanal für Anschluss an Uffenheimer Kläranlage nötig

    Um die Simmershöfer Ortsteile so wie vom Gemeinderat beschlossen an die Uffenheimer Kläranlage anschließen zu können, muss zunächst ein Abwasserkanal gebaut werden. Bisher haben die einzelnen Ortsteile eigene Kläranlagen. Die Abwasserdruckleitung vom Ortsteil Adelhofen nach Uffenheim bauen die Gemeinde Simmershofen und die Stadt Uffenheim gemeinsam. Zu diesem Zweck stimmte der Gemeinderat Simmershofen einer Vereinbarung mit der Stadt Uffenheim zu, die den Bau der Leitung von Adelhofen nach Brackenlohr und von dort weiter zur Kläranlage regelt.

    Die Abwasserleitung hat eine Länge von 4,7 Kilometer, benötigt ein Pumpwerk und einen Nachblaseverdichter in Brackenlohr. Die Leitung wird vom Freistaat mit einer Pauschale von 150 Euro je Meter gefördert. Mit der Stadt Uffenheim ist man übereingekommen, dass die Gemeinde Simmershofen einen Anteil von 65 Prozent der Kosten, die Stadt Uffenheim den Rest trägt. Die Gesamtkosten belaufen sich nach der Kostenberechnung auf rund 800 000 Euro, von denen 716 000 Euro als staatliche Zuwendungen zurückfließen.

    In allen Ortsteilen bauliche Maßnahmen erforderlich

    Bau und Finanzierung werden der Vereinbarung gemäß von der Stadt Uffenheim übernommen, die auch die staatliche Zuwendung beantragt und abrechnet. Die Gemeinde Simmershofen erhält nach Abschluss der Maßnahme eine Endabrechnung und überweist dann ihren Anteil nach Uffenheim. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die vorgeschlagene Vereinbarung.

    Ein Entwurfsplan des beauftragten Bauingenieurbüros listete dem Gemeinderat die baulichen Maßnahmen an den bisherigen Kläranlagen der einzelnen Ortsteile auf. So sind für den Anschluss an die Uffenheimer Kläranlage in allen Ortsteilen erhebliche bauliche Maßnahmen erforderlich. So müssen Stauraumkanäle, Pumpwerke, teilweise Gerätehäuser neu gebaut, vorhandene Klärbecken und Vorklärteiche zur Regenrückhaltebecken umgewidmet werden.

    Entschädigung nach den Richtwerten des Bauernverbandes

    Für die Abschnitte der Abwasserleitung, die über Grundstücke im Privatbesitz laufen, müssen Grunddienstbarkeiten im Grundbuch eingetragen werden. Der Gemeinderat sprach sich dafür aus, die Entschädigungen der Grundstücksbesitzer nach den Richtwerten des Bauernverbandes zu berechnen.

    Voraussichtlich in der nächsten Sitzung wird sich der Gemeinderat näher mit den Entwurfsplanungen befassen und die entsprechenden Beschlüsse fassen. Danach können die Baumaßnahmen ausgeschrieben werden. Mit dem Abschluss der erforderlichen Bauarbeiten rechnet Bürgermeister Heinz Krämer zum Jahresende 2020.

    Geräte für den Aktivpfad sind aufgestellt

    Die Kosten für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt in Simmershofen und die begleitenden Maßnahmen belaufen sich die Kosten bisher auf 2,4 Millionen Euro, listete Bürgermeister Heinz Krämer dem Gemeinderat auf. Mit dem Anteil des Straßenbauamtes wurden sogar 3,3 Millionen Euro verbaut. Eine vorläufige Schlussrechnung der ausführenden Baufirma liegt inzwischen vor, muss aber erst noch geprüft werden.

    Die Geräte für den Aktivpfad sind aufgestellt, sind aber noch nicht nutzbar. Die Baumaßnahmen am "neuen Weg" sind ebenfalls weitgehend abgeschlossen. Die Kosten belaufen sich auf 136 000 Euro, veranschlagt waren 156 000 Euro. Bezuschusst wird diese Maßnahmen über das Förderprogramm ELER mit 90 000 Euro bis 104 000 Euro.

    In Auernhofen musste der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft noch einmal neu gewählt werden, da die Amtszeit abgelaufen war. Krämer rechnet mit einem Abschluss der Dorferneuerung dort im Jahr 2020. Bis dorthin können noch Zuschüsse auch für private Baumaßnahmen beantragt werden.  

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