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    OBERPLEICHFELD

    AfD-Schmierer: Polizeibekannt durch Hakenkreuze

    Der mutmaßliche AfD-Schmierer ist wohl auch für die Kratzer im Bischofsauto verantwortlich. Die Polizei hat aber noch ni... Foto: Rainer Weis

    Nur einen Tag hat es gedauert, bis die Kriminalpolizei einen 57 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Würzburg stellen konnte, der mutmaßlich für die AfD-Schmierereien an der Oberpleichfelder Kirche am Mittwoch in Frage kommt. Zumindest liegt der Verdacht nahe, weil in der Wohnung des Tatverdächtigen am Donnerstag Spraydosen gefunden wurden. Um ganz sicher zu sein, werden jetzt Farbproben verglichen und weitere Spuren ausgewertet, teilt die Pressestelle der Polizei mit.

    Aufgefallen durch Hakenkreuz-Schmierereien

    Die Beamten der Kripo kamen deshalb so schnell auf den Mann, weil er bereits mit ähnlichen Delikten polizeibekannt war. Unter anderem fiel er durch Hakenkreuz-Schmierereien auf, wie die Pressestelle der Polizei auf Nachfrage dieser Redaktion mitteilt. Inwieweit der 57-Jährige aber mit der AfD in Verbindung steht oder ob er Verbindungen zur rechten Szene hat, bleibt offen. Die Polizei möchte sich dazu nicht äußern.

    Es steht auch noch nicht fest, ob der Mann aus dem Landkreis Würzburg auch für die Kratzer im Dienstwagen des Diözesanverwalters verantwortlich ist. „Dafür kommt er wohl auch in Frage“, sagt Polizei-Pressesprecher Björn Schmitt. Endgültig ist er aber dieser Tat noch nicht überführt. Es müssten erst noch weitere Spuren ausgewertet werden. „Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen“, so Schmitt.

    AfD bedauert die Sachbeschädigung 

    In einer Pressemitteilung bedauert der stellvertretende AfD-Bezirksvorsitzende Richard Graupner, dass der Name seiner Partei „mit solch unentschuldbaren Straftaten in Verbindung gebracht wird“. Kriminelles Handeln jeglicher Art widerspreche zutiefst der Programmatik und politischen Zielsetzung der Partei. 

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