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    Kürnach

    Aggression an Grundschule: Fachkraft soll in Kürnach helfen

    Ein "Zentrum für Familien" klinge zwar "hochtrabend", fand Kürnachs Bürgermeister Thomas Eberth. Dennoch war er auf der Sitzung des Schulverbandes Kürnach-Prosselsheim optimistisch, noch einen passenderen Namen für dieses Projekt zu finden. Es geht darum, neben dem derzeit laufenden Schulhausanbau eine neue Stelle zu schaffen, um die Schule mit Mittagsbetreuung, die Jugendsozialarbeit und den Familienstützpunkt zentral zu organisieren.

    Mehr Konflikte und Unruhen 

    Speziell für die Grundschule soll zudem eine neue Stelle für eine pädagogische Fachkraft geschaffen werden, erklärte Rektor Stefan Baumann. Anlass sei, dass immer mehr Kinder Konflikte, Unruhen und Probleme mit in die Schule brächten. Dort würden sie dann ausgetragen. Dieses Aggressionsverhalten gebe laut Baumann "manchmal Anlass zur Sorge".

    Von einer Fachkraft verspricht sich die Schulleitung, dass sich diese Situation verbessere. Sie soll besonders bei der sozial-emotionalen Betreuung und bestenfalls im Bereich der Inklusion Erfahrung mitbringen. Die Arbeit mit den Schülern und jederzeit für deren Fragen und Probleme zur Verfügung zu stehen, sei zwar ein Schwerpunkt, aber nur ein Bereich von vielen.

    Wichtig sei dem Schulverband, dass sich die Fachkraft mit Lehrern, Eltern, der Mittagsbetreuung und mit den schulübergreifenden Einrichtungen wie dem Jugendamt oder der Erziehungshilfe vernetze. Zudem müsse die Fachkraft auch mit anderen Schulen Erfahrungen austauschen, etwa beim Übertritt der Grundschüler an die Mittelschule in Unterpleichfeld.

    Arbeiten liegen im Zeitplan

    Der Schulverband beschloss, zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine pädagogische Fachkraft für die aktuell 244 Schüler zählende Grundschule einzustellen. Diese soll zunächst an mehreren Tagen pro Woche halbtags arbeiten, von morgens bis circa um 14 Uhr, so dass sie den Übergang der Schüler von der Schule in die Mittagsbetreuung begleiten könne.

    In seiner Sitzung stellte der Schulverband auch fest, dass die Arbeiten am Neubau des Kindergartens und am Anbau des Schulhauses im Zeitplan liegen. Der Rohbau sei fertig und im Erdgeschoss würden noch bis Weihnachten die Fenster eingebaut, erklärte Architekt Stefan Schrauth. Auch die Holzdecke sei fertig, so dass das untere Stockwerk zur Weihnachtspause wasserdicht sein werde. Deshalb sei im Erdgeschoss bereits mit der Elektroinstallation begonnen worden.

    Unerwartet Asbest entdeckt

    Bei der Dämmung von Heizungsrohren wurde unerwartet der früher oft verwendete Baustoff Asbest entdeckt. Das Einatmen der Fasern gilt als gesundheitsgefährdend. Der fachgerechte Ausbau und die Entsorgung sind deshalb sehr aufwendig, da keine Asbestfasern nach außen gelangen dürfen. Dieser Ausbau finde bereits statt. Die Kosten belaufen sich auf rund 9 500 Euro.

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