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    Weikersheim

    Aktion Brot für die Welt: „5000 Brote“

    Brotteig kneten, Brotteig formen: die Jungs sind mit voller Konzentration bei der Arbeit.
    Brotteig kneten, Brotteig formen: die Jungs sind mit voller Konzentration bei der Arbeit. Foto: Weller

    „Brot für die Welt“ ist eine Aktion der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland. Hilfe zur Selbsthilfe leistet die Organisation seit mittlerweile sechs Jahrzehnten. Fast auf den Tag genau nach dem Start der ersten Aktion mischte jetzt eine Arbeitsgruppe der Weikersheimer Gemeinschaftsschule aktiv mit.

    Ein gutes Dutzend Fünft- bis Siebtklässler machte sich gemeinsam mit ihrem Projektleiter Friedemann Weller stark für das Projekt „5000 Brote“, das „Brot für die Welt“ gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks 2013 ins Leben gerufen hatte.

    Für junge Leute in El Salvador

    Wieso 5000 Brote? Die Kinder erklären eifrig, dass das Projekt seinen Namen von der Brotvermehrung erhielt, über die das Neue Testament berichtet. Wie viele Brote sie denn selbst backen? 16 sind es, mehr passen nicht hinein in den Ofen, den der Lehrer und gelernte Bäcker zur Verfügung stellt.

    Und dann? „Dann verkaufen wir die Brote in der Pause.“ Aha. Und wozu? „Für junge Leute in El Salvador“, rufen gleich mehrere der bereits reich bemehlten Kinder.

    Gemeinsam hatte die Gruppe beschlossen, einen Nachmittag in Wellers Privatbackstube zu verbringen, um mit der „5000 Brote“-Aktion Jugendlichen, die kaum älter sind als sie selbst, zu helfen. Ohne das von einer eigenständigen kirchlichen Organisation in El Salvador organisierte Ausbildungsprojekt hätten Jugendlichen aus benachteiligten Stadtteilen kaum eine Chance, ein Handwerk zu lernen. 

    139 Euro erwirtschaftet

    Aufregend war es, die Wintergarten-Küche des Lehrers zu erkunden, dann den Brotteig zu kneten, zu formen und irgendwie die Geduld aufzubringen, bis der Teig genug gegangen ist. Weller und seine Frau Erika hatten für die Wartezeit Pizzabacken als Überbrückungsprogramm vorbereitet.   

    Dann leerte sich die Küche: der Schülerbus wartet nicht. Wer noch bleiben konnte, formte noch schnell ein paar Vanillekipferl und Engelsaugen, um den möglichen Erlös fürs El Salvador-Projekt noch etwas zu steigern. „Da verkaufen wir bestimmt noch viele“, hofft Eric, der unermüdlich als letzter noch Kipferl aufs riesige Backpapier setzt.

    In der großen Pause am Dienstag gingen die Brote, die Plätzchentüten und auch die gebutterten Brotscheiben weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. 139 Euro hat das junge GMS-Projekt für die unbekannten Freunde in El Salvador erwirtschaftet. „Alle Achtung“, lobt Konrektorin Gudrun Wolf den stolzen Betrag. Für die Kinder war‘s ein Erlebnis für Hand, Herz, Sinne und Magen, an das sie noch lange zurückdenken werden.

    Von: Anja Frieß, Gemeinschaftsschule Weikersheim

    Brote und Weihnachtsgebäck fanden schnell Liebhaber: Der Vorrat reichte kaum für die Interessenten, die sich in der großen Pause um den Schülerstand drängten.
    Brote und Weihnachtsgebäck fanden schnell Liebhaber: Der Vorrat reichte kaum für die Interessenten, die sich in der großen Pause um den Schülerstand drängten. Foto: Wolf
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