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    Würzburg

    Android-Streit: Was Huawei-Nutzer jetzt wissen müssen

    Symbolbild: Huawei Foto: WANG ZHAO

    Erst vor wenigen Tagen hat die US-Regierung amerikanischen Unternehmen den Handel mit dem Netzwerkausrüster Huawei verboten. Jetzt reagiert Google und stellt die Zusammenarbeit mit dem Smartphone-Hersteller mit sofortiger Wirkung ein. Der Internetkonzern versorgt Huawei künftig nicht mehr mit seiner Software wie dem Betriebssystem Android. Das könnte weitreichende Folgen haben, weil eine stetige Zusammenarbeit nötig ist, damit das Android-System mit den Smartphones kompatibel ist, bestätigte auch der Würzburger Rechtsanwalt Chan-jo Jun. "Bisher gibt es keinen Hersteller, der Android unabhängig von Google nutzt", sagt der Spezialist für IT-Recht. 

    Kann ich mein Huawei-Smartphone weiter nutzen?

    Wer schon ein Huawei-Smartphone zu Hause hat, sollte kurzfristig keine Probleme bekommen und kann das Gerät vorerst wie gewohnt nutzen. Auch Programme wie Google Maps oder Gmail sollen vorerst weiter verfügbar sein. Langfristig sähe das aber anders aus, warnt Chan-jo Jun. Ohne regelmäßige Android-Updates würden Huawei-Smartphones nach einiger Zeit angreifbar. Hier bleibt abzuwarten, ob Huawei selbst in der Lage ist, Sicherheitslücken in Zukunft eigenständig zu schließen.

    Sollte ich mir jetzt noch ein Huawei-Smartphone kaufen?

    Künftige Smartphone-Modelle kann Huawei nicht mehr mit vorinstallierten Google-Diensten verkaufen. Nutzer können dann auf viele beliebte Google-Apps nicht mehr zugreifen. Aber auch das Android-Betriebssystem wird es nach Einschätzung von Jun nicht mehr auf den Huawei-Geräten geben. Android selbst sei zwar zu großen Teilen ein OpenSource-Programm, so der Anwalt, aber bisher sei es keinem Smartphone-Hersteller gelungen, das Betriebssystem ohne Zusammenarbeit mit Google zu nutzen.

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