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    WALDBRUNN

    Architekten empfehlen Mehrgenerationenhaus als festes Domizil

    Der Mehrgenerationentreff des „Waldbrunner Bürgerengagement“ (WABE) ist seit seiner Gründung 2009 längst den Kinderschuhen entwachsen und im Ort etabliert. Allerdings beschränkt sich der Betrieb bisher auf ein räumliches Provisorium in Wohncontainern.

    Ein festes bauliches Domizil eines Mehrgenerationenhaus äußerten die Architekten Stefan Schlicht und Evi Mohr vom Stadtplanungsbüro Schlicht Lamprecht Schröder bei der Präsentation der Konzept-Ideen gegenüber dem Gemeinderat als Empfehlung für ein Startprojekt eines Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK).

    Im Vorfeld waren in einem Bürger-Workshop unter Beteiligung der Bevölkerung zu zehn unterschiedlichen Themenfeldern die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde Waldbrunn gesammelt worden. Aus den dabei meistgenannten Anliegen wählten die Mitarbeiter des Planungsbüros zur ISEK-Erstellung 25 Maßnahmen-Vorschläge für den Zeitraum von 2018 bis 2032 aus. Bei einer Informationsveranstaltung am 24. April sollen die Konzept-Ideen für ein Städtebauliches Entwicklungskonzept in Waldbrunn der Bevölkerung präsentiert werden.

    Aus der Grundlagenermittlung und Bestandserfassung des Architekturbüros kristallisierte sich die Grabenstraßen als ehemaliger zentraler sozialer Treffpunkt und historischer Ortsmittelpunkt heraus. Durch die Ausweisung von Neubaugebieten verlor die einstige Ortsmitte aber zunehmend an Bedeutung. Lediglich Fasching, Maibaum und Adventsmarkt blieben in der Grabenstraße bis in die Gegenwart erhalten. Gleichzeitig entstanden jedoch neue, unterschiedlich orientierte Treffpunkte.

    Soziale Treffpunkte verbinden

    Ziel eines ISEK sollte nach Auffassung der Architekten sein, die verschiedenen bestehenden sozialen Treffpunkte innerörtlich miteinander zu verbinden. Hierzu gilt es im weiteren ISEK-Entwicklungsprozess bestehende Gedanken und Ideen im Konsens mit der Bevölkerung weiter zu konkretisieren. Bei einer optimalen Entwicklung der Konzept-Ideen könnten nach Überzeugung der Architekten durch die Anordnungen von unterschiedlichen Einrichtungen gegenseitig fördernde Synergien entstehen.

    Gegenüber dem Gemeinderat zeigten die Architekten diese an verschiedenen Beispielen auf. Wenngleich die Sitzung des Gemeinderates öffentlich war, waren dabei keine Zuhörer anwesend. Nach einhelliger Zustimmung durch den Gemeinderat sollen die Konzept-Ideen der breiten Bevölkerung in der Info-Veranstaltung am 24. April vorgestellt werden. Nachfolgend hierzu wird der Gemeinderat in seiner Mai-Sitzung den Beschluss für das örtliche ISEK fassen.

    Umnutzung einer Scheune

    Aus den Beiträgen des Bürger-Workshop resultierte die Auswahl von 25 Maßnahmenvorschlägen durch das Architekturbüro. Die Auswahl orientierte sich an den Aspekten möglicher allgemeiner strategischen Maßnahmen, Baumaßnahmen sowie Ordnungsmaßnahmen. Auf der Prioritätenliste des Architekturbüros ganz oben fand sich schließlich die Entstehung eines Mehrgenerationenhauses durch Umnutzung einer Scheune als ISEK-Startprojekt.

    Die beiden weiteren Empfehlungen gelten einem fundierten Nahversorgungskonzept sowie einer Tempo-30-Zone in der Hauptstraße, als eines der im Bürger-Workshop am häufigsten genannten Ziele. „Die Gedanken sind frei. Aber die Gemeinde ist bei allen angestrebten Realisierungen insbesondere auch abhängig von der Zustimmung der übergeordneten Behörden“, gab Bürgermeister Hans Fiederling (UBG) zu bedenken.

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