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    Auber Ritterspiele: Am Ende siegt das Gute

    „Ein neuer König ist geboren, werft ihm Jubel um die Ohren!“ Ehe der Herold mit diesem Ruf das Ende der Vorstellung verkünden konnte, boten die Auber Ritterspiele wieder eine aufregende Show zu Pferde mit viel Witz und rasenden Stunts. Eine schlüssige Geschichte, aufgeführt in einem großen Freilandtheater mit dem Auber Schloss und dem Stadtturm als Kulisse, durften die Zuschauer miterleben.

    Creglingens Bürgermeister fing Feuer

    Ein alter König, gebrechlich und schrullig, war aber noch klar genug, um sich zu fragen, ob sein erstgeborener Sohn für die Königswürde überhaupt geeignet ist. Dieser beraubte das Volk, bestahl den Vater und erdachte sich so manche Intrige, um auf den Königsthron zu kommen. Selbst einen Bettler (dargestellt vom Creglinger Bürgermeister Uwe Hehn) zündete er vor den Augen des Publikums an, so dass der Bettler brennend aus der Arena rannte.

    Was also tun? Ein Ritterturnier musste entscheiden, ob der intrigante Sohn König werden oder ob der jüngere Sohn, ein unerfahrener Jüngling, der bessere Nachfolger wäre. Jeder der beiden Kontrahenten suchte sich seine Mitstreiter aus.

    Auch der Saufurz konnte das Duell nicht entscheiden

    Die beiden Gruppen maßen sich im Ringestechen, beim Schießen mit Pfeil und Bogen vom Pferd, beim Aufspießen eines Beutesackes; der Erfolg wechselte hin und her. Selbst die vom schwarzen Ritter (dargestellt von Veranstalter Horst Bullheller) vorgeschlagene Disziplin „Saufurz“, bei der ein schwebender, gasgefüllter Ballon mit einer Fackel entzündet werden musste, konnte keine Entscheidung bringen.

    Die durfte erst in der Königsdisziplin, dem Reiten Mann gegen Mann, fallen. Auf galoppierenden Streitrössern mit angelegter Lanze, das Visier heruntergeklappt, ritten die Kontrahenten auf den jeweiligen Gegner zu, um ihn mit einem Lanzenstich aus dem Sattel zu heben, keine Übung für schwache Nerven. Begeistert feuerten die Zuschauer ihre Lieblinge an.

    Das Gute hat gesiegt

    Auch wenn die dunkle Seite um den bösen Prinzen zunächst erfolgreicher schien, setzte sich mit Unterstützung des Publikums und einer mächtigen Zauberin am Ende der jüngere Prinz durch und konnte schließlich aus den Händen des Vaters die begehrte Krone nebst Zepter entgegen nehmen.

    Gespannt hatten die Auber Zuschauer auch auf die Rolle ihres ehemaligen Kämmerers und jetzigen Bürgermeisters von Creglingen, Uwe Hehn gewartet. In seiner Verkleidung als Bettlers, der noch dazu von den Schergen des bösen Prinzen angezündet wurde, war er kaum zu erkennen. Zwar hielten alle den Atem an, als der brennende Bettler als lodernde menschliche Fackel vom Turnierplatz rannte, aber erst zum Ende der Vorstellung wurde bekannt, wer unter dem Kostüm des Bettlers wirklich steckte und Hehn musste so manchem jungen Zuschauer erklären, dass das alles nur ein Spiel war und er keinen Schaden davongetragen hatte.

    Pferde scheuten das Feuer nicht

    Auf seine Rolle als „Stuntmen“ angesprochen meinte Hehn: „Wenn du brennst, solltest du schon schauen, dass du schnell nach draußen kommst. Das wird schon recht heiß von hinten.“ Die Creglinger wird es dennoch beruhigen, dass sie dank mehrerer Jacken und fachkundiger Betreuung ihren Bürgermeister wieder unbeschädigt zurückbekommen.

    Für die Besucher der Abendvorstellungen gab es nach dem Turnier noch ein besonderes Schauspiel zu bewundern. Mit passender Musik unterlegt, zeigten die Darsteller bei einer Feuershow, einer Kombination von Feuer und Pferd, wie sehr Pferde und Reiter aufeinander eingespielt sind.

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