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    Auber Stadtrat investiert in die Städtebauförderung

    Der Auber Stadtrat erstellte in seiner jüngsten Sitzung die Bedarfsmitteilung für die Städtebauförderung für 2019. Danach wird für das kommende Jahr der Sanierungsbedarf mit 40 000 Euro für das kommunale Förderprogramm, mit 30 000 Euro für die Erstberatung von Sanierungswilligen und mit 180 000 Euro für den eigentlich schon in diesem Jahr vorgesehenen Weiterbau des Altstadtrundweges beziffert. Weitere 70 000 Euro sind veranschlagt für Straßenbeleuchtungsmaßnahmen, 165 000 Euro für den Gollachsteg in Zusammenhang mit dem Neubau der Gollachbrücke und weitere 80 000 Euro als Anteil der Stadt für Maßnahmen im Umfeld des geplanten Brückenneubaus. 100 000 Euro plant die Stadt Aub für private Baumaßnahmen und fürs Leerstandsmanagement ein und, als größte Einzelposition, 1,7 Millionen Euro für die Sanierung zweier leerstehender Häuser in der Etzelstraße. Diese Maßnahme war bisher auf 1,2 Millionen Baukosten beziffert, die Steigerung führt Bürgermeister Robert Melber auf Baukostensteigerungen zurück.

    Der Stadtrat stimmte dieser Bedarfsmeldung einstimmig zu. Theo Theuerkaufer wollte wissen, was eine große Delegation, die er vor einigen Tagen am Marktplatz gesehen hatte, begutachtete. „Es tut sich was im Hinblick auf das leerstehende Renaissancehaus am Marktplatz“, deutete Melber an, ohne in öffentlicher Sitzung näher darauf einzugehen.

    Mit konkreten Bausachen hatte sich der Stadtrat zu befassen beim Antrag eines Bauherren, der sein Anwesen in der Bahnhofstraße für die nach einem Verkehrsunfall auf den Rollstuhl angewiesene Tochter behindertengerecht umgestalten möchte. Dabei soll der Eingangsbereich neu gestaltet und zusätzlicher Wohnraum durch einen Anbau geschaffen werden. Der Stadtrat hatte gegen das Projekt keine Einwendungen. Ratsmitglied Lioba Kinzinger regte an, vor Beginn der Maßnahme zu prüfen, ob Förderung nach der Städtebauförderung möglich ist, für das privat genutzte Wohnhaus zumindest steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten bestehen.

    Ein Bauherr in der Mühlstraße darf sein Wohnhaus mit Dachgauben versehen, um so neuen Wohnraum zu schaffen. Auf dem Dach des Hauses, direkt neben dem Hirtenturm befindet sich schon eine Dachgaube, deren Maße aufgenommen und für zwei weitere Gauben weitergeführt werden sollen. Auch die Städtebauplanung hat keine Einwendungen gegen das Projekt, stellt die Förderfähigkeit in Aussicht und weist besonders auf einen Birnbaum direkt vor dem Wohnhaus hin, der erhalten werden sollte. Der Stadtrat stimmte ebenfalls zu.

    Für ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus am Marktplatz genehmigte der Stadtrat den Austausch der Fenster. Vorgesehen sind Kunststofffenster, die bisherigen unterschiedlichen Fenster sollen dabei vereinheitlicht werden, Glasbausteine neben der Eingangstüre durch eine Verglasung ersetzt werden. Die Städtebauplanung hatte ebenfalls keine Einwendungen.

    Der Erwerber der ehemaligen Schmiede in der Hoffahrt darf einen in der Nachkriegszeit an das Gebäude angebauten ehemaligen Schweinestall abbrechen. Problem ist ein Durchbruch in der Stadtmauer direkt hinter dem abzubrechenden Nebengebäude. Die Städtebauplanung hat keine Einwendungen gegen den Abbruch. Der Stadtrat gab ebenfalls sein Einverständnis unter der Voraussetzung, dass der Durchbruch in der Stadtmauer fachgerecht abgeschlossen und die an dieser Stelle verputzte Stadtmauer wieder hergerichtet wird.

    Gegen das Vorhaben, auf einem Grundstück in der Neuertgasse direkt an der Stadtmauer ein Gartenhaus aufzustellen hat die Städtebauplanung grundsätzlich nichts, ist aber nicht mit dem vorgesehenen Gartenhaus im oberbayerischen oder schwarzwaldtypischen Stil einverstanden. Die Ausführung ist in fränkisch-schlichter Bauweise vorzunehmen. Der Städtebauplaner machte den Bauwerbern auch gleich einige Vorschläge. Der Stadtrat gab grundsätzlich sein Einverständnis, forderte aber, dass der Typ des Gartenhauses mit der Städtebauplanung abgestimmt wird.

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