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    WALDBRUNN

    Auf der Suche nach Einsparpotenzial

    Die Überraschung über die Höhe der Kostenschätzung zum Neubau einer Veranstaltungshalle saß den Mitgliedern des Gemeinderates bei deren Sitzung auch drei Tage nach der Präsentation zweier Grundrissvarianten noch merklich in den Gliedern.

    Im wahrsten Sinn scheint guter Rat teuer vor einer Entscheidung zur weiteren Planung des von Architekt Johannes Hettiger auf 8,25 Millionen Euro geschätzten Vorhabens. Gemeinsam mit den betreffenden Ortsvereinen, die sich in dem Bauwerk Nutzungsmöglichkeiten wünschen, möchte der Gemeinderat mit dem Architekten möglichst kurzfristig nach Einsparpotenzial suchen. Zu großer Zuversicht hierbei nahm Bauamtsleiter Markus Ostwald allerdings die Euphorie: „Bei Kosten von 2420 Euro je Quadratmeter nach dem derzeitigen Baukostenindex würde sich eine Reduzierung der Bruttogeschossfläche um 200 Quadratmeter mit maximal 500 000 Euro weniger bemerkbar machen“, verdeutlichte Ostwald.

    Als die entscheidende Frage hinsichtlich der Finanzierung kristallisierte sich auch bei der jüngsten Beratung heraus, für welchen Nutzungszweck das Bauwerk entstehen soll. Nach Überzeugung von Geschäftsleiter und Kämmerer Raimund Krappel „wird sich eine Veranstaltungshalle ohne eine Vermietung über die Nutzung durch die Vereine hinaus nicht halbwegs wirtschaftlich betreiben lassen. Denn ein Nutzungsentgelt wird niemals kostendeckend sein.“

    Den wirtschaftlich orientierten Überlegungen Krappels hielt stellvertretende Bürgermeisterin Johanna Wander (CSU) Befürchtungen möglicher zusätzlicher Verkehrsbelastungen im Ort durch eine möglichst hohe Auslastung - insbesondere durch auswärtige Nutzer - entgegen. Roland Sternisko (UBG) hingegen hielt „die bisherige Planung für jährlich maximal 20 ortsinterne Veranstaltungen für zu nebulös.“

    Nach Überzeugung von Bürgermeister Hans Fiederling (UBG), macht ein auf lediglich 200 Sitzplätze reduzierter Hallenneubau absolut keinen Sinn. „Der Gemeinderat sollte sich schon überlegen, ob eine Mini-Halle ausreicht, oder ein in die Zukunft gerichteter Neubau mit entsprechender Kapazität sinnvoller ist“, mahnte Fiederling. Der aktuelle Grundrissentwurf sieht einen Veranstaltungsraum mit einer Kapazität von 300 Sitzplätzen samt Tischen, alternativ eine Theaterbestuhlung von 480 Sitzplätzen vor.

    Bei allen notwendigen Überlegungen hielt Markus Haberstumpf (CSU) die Beteiligung der betreffenden Ortsvereine für angebracht. „Mit den Vereinen sollten wir einen geringeren Raumbedarf abklären und sie weiterhin in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen“, forderte Haberstumpf. Nach Auffassung mehrerer Ratsmitglieder aus den unterschiedlichen Lagern sollte mit dem Architekten die leichter zu verkleinernde der beiden Grundrissvarianten abgeklärt werden. Als grundsätzliche Diskussionspunkte zur Beratung mit dem Architekten nannte Kämmerer und Geschäftsleiter Raimund Krappel die Größe der Foyers im Erdgeschoss und Untergeschoss, die Größe der Bühne, des Technikraumes sowie die beiden Mehrzweckräume im Untergeschoss.

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