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    Ippesheim

    Auf die Bürger kommen höhere Beiträge zu

    Wasser und Abwasser sind für Kommunen zwei Bereiche, die kostendeckend sein sollen. Der Gemeinde Ippesheim stehen nun größere Projekte im Abwasserbereich ins Haus, weswegen sich der Gemeinderat Gedanken machte, wie dies zu finanzieren sei. Mehrheitlich sprach man sich dafür aus, auch Beiträge von den Bürgern zu erheben.

    Kläranlage, Mischwasserbehandlung in Ippesheim und Kanäle in Bullenheim – das sind die Projekte, mit denen sich der Gemeinderat befassen muss. Drei Möglichkeiten zur Finanzierung gibt es: Die Kosten können über die Verbrauchsgebühren, über Verbesserungsbeiträge oder über einen Mix aus beidem finanziert werden.

    Die Gesamtkosten werden derzeit auf 1,75 Millionen Euro geschätzt. Abzüglich des ausschließlich von der Gemeinde zu finanzierenden Teils sollen 665 000 Euro auf die Bürger umgelegt werden.

    Wie in allen anderen Gemeinde zuvor, in denen dieses Diskussion bereits längst geführt worden sind, kamen auch im Gemeinderat die gleichen Argumente. Der eine Gemeinderat riet von Beiträgen ab, weil diese nur zu Unfrieden führen würden. Ein anderer wies darauf hin, dass Rentner mit großen Flächen extrem belastet werden könnten. Letztlich war die Mehrheit für Beiträge. Zu welchem Prozentsatz diese zum Tragen kommen, wird der Gemeinderat später entscheiden. Ebenso kann das Gremium die Raten und den Zeitraum festlegen.

    Die Straßenbeleuchtung soll auf LED umgestellt werden, um Strom zu sparen. Rund 19 600 Euro wird dies die Gemeinde kosten. In 2,8 Jahren soll sich die Investition amortisiert haben.

    Da der Haushalt bereits ausführlich vorberaten war, insbesondere was die Investitionen betrifft, ging die Verabschiedung zügig über die Bühne. Im Verwaltungshaushalt sind rund 2,46 Millionen Euro eingeplant, im Vermögenshaushalt rund 1,49 Millionen Euro.

    Im Verwaltungshaushalt werden Einnahmen aus eigenen Steuern und aus allgemeinen Finanzzuweisungen mit 1,62 Millionen Euro eingeplant. Darunter zum Beispiel die Schlüsselzuweisungen, die gegenüber dem Vorjahr um 44 000 Euro auf 27 4000 Euro gestiegen sind.

    Die Kreisumlage sinkt um 20 500 Euro auf 523 100 Euro. Dem Vermögenshaushalt können 200 000 Euro zugeführt werden. Dieser wird im Wesentlichen geprägt durch die großen Abwasserprojekte der Gemeinde, dem Grunderwerb für Wohnflächen, der Renovierung des Bullenheimer Rathauses und des künftigen Dorfgemeinschaftshauses in Herrnberchtheim.

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