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    UETTINGEN

    Aus Gaststätte wird Raum der Vereine

    Auf der gut besuchten Bürgerversammlung in Uettingen gab Bürgermeister Heribert Endres (CSU) einen Überblick über Gemeindethemen, von der Sanierung der Aalbachtalhalle bis zu dem geplanten Bau einer Senioreneinrichtung.

    Rund 50 Einwohner folgten der Einladung in den Gemeinderaum der Aalbachtal-Halle. Neben Statistik und einer Haushaltsübersicht gab der Gemeindechef einen Überblick über die zahlreichen Maßnahmen in der Gemeinde. Dabei waren Zwischenfragen der Bürger ausdrücklich erwünscht. Wie Bürgermeister Endres ausführte, schloss der Haushalt 2017 mit einem Volumen von 4,4 Millionen Euro bei einem Schuldenstand von Null Euro – eine sportliche Leistung in der 1927 Einwohner zählenden Gemeinde, so Endres. Zu den Eckdaten der Einkünfte und Ausgaben nannte Endres die Zahlen.

    Beherrschendes Thema nicht nur in den zurückliegenden Gemeinderatssitzungen ist und bleibt die Teilsanierung der Aalbachtalhalle mit einer kalkulierten Summe von 1,9 Millionen Euro. Größter Brocken seien die Heizung, die Ertüchtigung der Räume nach der Brandschutzverordnung, Durchbrüche für geforderte zusätzliche Fluchttüren sowie die Umgestaltung der ehemaligen Gaststätte zum Raum der Vereine. „Wenn alles planmäßig läuft, soll die Baumaßnahme Ende September abgeschlossen sein“, bestätigte Endres auf Anfrage.

    Kostenloses Grundstück für Seniorenheim

    Positive wie auch negative Stimmen gab es aus den Reihen der Bürger zur geplanten Senioreneinrichtung in Uettingen. In der Kreistagssitzung vom 19. März hatten die Räte mehrheitlich einer Investoren und Betreiberrolle des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg (KU) für eine Senioreneinrichtung in Uettingen zugestimmt. Die Gemeinde Uettingen stellt laut Endres die Grundfläche mit gut 4500 Quadratmetern dem Bauträger, der Immobilien KU gmbH, kostenlos zur Verfügung. Diese verpflichtet sich, die Einrichtung mit Pflegeplätzen und Seniorenwohnanlage über einen Zeitraum von 25 Jahren zu betreiben.

    Einige Bürger monierten, dass die Gemeinde viel Geld in die Hand nehmen müsse, um diese Einrichtung nach Uettingen zu holen. Gut angelegtes Geld, wie Bürgermeister und auch einige Gemeinderäte ausführten. Lebensraum für das Alter würde immer wichtiger. Gebaut werden soll auf dem Gelände der ehemaligen Grundschule und einem ehemaligen Landwirtschaftlichen Anwesen zwischen der Kirchbergstraße, der Würzburger Straße und Am Windshöfner. Das Rathaus bleibt auch künftig bestehen.

    Mit der künftigen Änderung der Straßenausbausatzung wurde die Gemeinde vor vollendete Tatsachen gestellt. Die bereits geplante Sanierung der Abwasserentsorgung und Wasserversorgungsanlage mit Straßenausbau in der Remlinger Straße schlage mit gut 650 000 Euro im Haushalt zu Buche. Die geplante Baumaßnahme mit gut 1,9 Millionen Euro werden im Bereich Abwasser über die Gebühren kalkuliert, was sich natürlich auf die künftige Abwasser niederschlägt. Die Wasserversorgung werde über Beiträge abgerechnet und die Herstellung des Straßenbelages bleibe bis zur endgültigen Klärung der Strabs bei der Gemeinde. Hier hoffe er im Sinne der Haushaltsplanung um zeitnahe Lösungen seitens der Verantwortlichen.

    Einige Bürger sprachen die fehlenden Bauplätze im Ort an. Obwohl, so Bürgermeister Endres gut 60 vollerschlossene Bauplätze im Ort vorhanden seien, sei es schwierig bis unmöglich, für Bauwillige einen Bauplatz zu kaufen. Der Gemeinderat werde sich zeitnah mit diesem Team auseinandersetzen und ein Signal für die Zukunft setzen. Endres: „Das nächste Baugebiet wird aber nur noch durch die Gemeinde abgewickelt, sodass die Bauplätze mit einem Bauziel veräußert werden können und eine zeitnahe Bebauung garantiert sei.“

    Eine Bürgerin beschwerte sich, dass entlang des Aalbaches viele Bäume gefällt und ein, wie sie meinte, brutaler Rückschnitt vorgenommen wurde. Bauhofleiter Rüdiger Förster erklärte das Tun der Gemeindearbeiter: Acht Bäume seien von Unbekannten angebohrt und quasi vergiftet worden. Die Bäume waren abgestorben und mussten gefällt werden. Eine Anzeige gegen Unbekannt wurde von Seiten der Gemeinde gestellt. Eine Vielzahl der Eschen waren von einem Pilz befallen, die Kronen abgestorben und die Bäume mussten daher entfernt werden. Unter der Stromleitung entlang des Fahrradweges mussten die Baumkronen ebenfalls zurückgeschnitten werden. Förster würde sich wünschen, dass sich die Bürger bei der Verwaltung oder beim Bürgermeister informieren, bevor sie die Gemeindearbeiter beschimpfen.

    505 Bäume auf Gemeindegrund dokumentiert

    Um künftig alle gemeindeeigenen Bäume zu dokumentieren, hat die Gemeinde von Gerhard Väth ein sogenanntes Risk-Management Baum erstellen lassen. Väth hat 505 Bäume auf Gemeindegrund dokumentiert und ein Leistungsverzeichnis erstellt.

    Erfreuliches gab es auch vom Schwimmbad, das heuer Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, zu berichten. Nachdem Dagmar Wander nach 32 Jahren die Bewirtung des Kiosks aufgekündigt hat, gewann die Gemeinde Emanuele La Rosa, einen Gastronom aus Würzburg, als Pächter.

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