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    Waldbüttelbrunn

    Ausstellung führte in geheime Gärten

    Ungewöhnliche Blicke in die Pflanzenwelt boten (von links) Marion Völker und Slavica Negic mit Makro-Fotografien und Monotypien. Unter dem Titel „Naturperspektiven“ stellten sie ihre Arbeiten in der Alten Kirche in Waldbüttelbrunn aus.
    Ungewöhnliche Blicke in die Pflanzenwelt boten (von links) Marion Völker und Slavica Negic mit Makro-Fotografien und Monotypien. Unter dem Titel „Naturperspektiven“ stellten sie ihre Arbeiten in der Alten Kirche in Waldbüttelbrunn aus. Foto: Angelika Becker

    Fotos und Gemälde, die das Unsichtbare sichtbar machen, stellten Slavica Negic und Marion Völker beim Kulturherbst in der Alten Kirche in Waldbüttelbrunn aus. Die ungewöhnlichen Naturperspektiven kamen an. Zur Vernissage kam ein großes, sehr interessiertes Publikum. Für eine anregende und angeregte Atmosphäre in der Alten Kirche sorgte am Eröffnungsabend auch die Pianistin Iryna Kholap mit ihrer Musik.

    Die beiden Künstlerinnen freuen sich, wie sie sagen, über die vielen intensiven Gespräche mit Besuchern der Ausstellung – und dass es ihnen gelungen ist, ein Licht auf den verborgenen Reichtum der Natur zu werfen. „Sie braucht unsere Aufmerksamkeit mehr denn je“, sagt Slavica Negic. Gräser und Zweige verwendet die Waldbüttelbrunnerin deshalb auch gerne bei ihren innenarchitektonischen Projekten.

    In der Ausstellung zeigte sie Monotypien, eine Verbindung von Druck und Malerei. Dafür verwendet sie Gräser, Blätter und Zweige, nur auf den ersten Blick unscheinbare Pflanzen, die auf Wiesen, entlang der Waldwege und in Gärten wachsen. Deren Formenvielfalt und Überlebenskraft inspirieren sie. Das Ergebnis sind ungewöhnliche Interpretationen gewöhnlicher Pflanzen, mal abstrakt, mal naturalistisch.

    „Wer bereit ist, die Perspektive zu wechseln, kann in jeder noch so kleinen Erscheinung der Natur ihre Schönheit entdecken“, sagt Marion Völker. Die freiberufliche Mediengestalterin arbeitet in München, vor allem im Videoschnitt. Regelmäßig komme sie aber in ihre alte Heimat Waldbüttelbrunn, um die Umgebung mit der Kamera zu erkunden, erzählt sie.

    Für die Ausstellung „Naturperspektiven" in der Alten Kirche beschäftigte sie sich mit einem Teil der Natur, den wir sonst buchstäblich mit Füßen treten - mit Flechten. Diese Gebilde aus Pilzen, Algen und Bakterien, die in Symbiosen miteinander leben, sind eine ganz eigene Welt von Lebewesen. Marion Völker zeigte ihre Farben- und Formenvielfalt. Mit dem Makroobjektiv tauchte sie buchstäblich in einen geheimen Garten ein. Es sei ihr ein Anliegen, zu zeigen, dass alles in der Natur schützenswert ist, so die Fotografin.

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