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    Waldbüttelbrunn

    Ausweichverkehr sorgt für Chaos

    Seit Montag wird der Fahrbahnbelag der Bundesstraße B8 zwischen Höchberg und Waldbüttelbrunn erneuert. Die B8 zwischen W...

    Wie wichtig eine Straße ist, merken die Verkehrsteilnehmer meist erst, wenn sie nicht zur Verfügung steht. So ist der Frust bei vielen Autofahrern im westlichen Landkreis und im benachbarten Main-Tauber-Kreis hoch. Grund sind Baumaßnahmen des staatlichen Bauamtes an der B27 und an der B8 von Höchberg kommend.

    Bis vergangene Woche wurde die B27 als Ortsumfahrung von Höchberg in beiden Richtungen mit einem neuen Fahrbahnbelag versehen und war nur in Richtung Würzburg benutzbar. Wer in Richtung Kist oder Tauberbischofsheim wollte, dem wurde die B8/St2312 und dann die A3 als Umleitungsstreckeauf den Hinweisschildern angeboten. Viele Verkehrsteilnehmer wählten allerdings die Strecke durch Höchbergs Hauptstraße bis zur Einmündung der Heidelberger Straße in die B27. Dies sorgte nicht nur für lange Staus an der Ampel, sondern auch für Unmut bei der Höchberger Bevölkerung (wir berichteten).

    Wer in Richtung Marktheidenfeld unterwegs war, dem standen keine Einschränkungen bevor. Dies ist nun anders. Durch die Vollsperrung der B8 zwischen Höchberg und Waldbüttelbrunn müssen sich Verkehrsteilnehmer neue Wege suchen. Am Montag war die Hettstadter Steige zur Hauptverkehrszeit übervoll. Der Stau reichte fast bis zur Ampel nach Waldbüttelbrunn im Gewerbegebiet zurück.

    Einige Verkehrsteilnehmer ignorierten die Verkehrsschilder einfach und fuhren in die abgesperrte Baustelle hinein. Dort saßen sie fest, denn ein Wenden war fast unmöglich. Diesen Verkehrssündern müsste mal richtig auf die Finger geklopft werden, fanden nicht nur die Bauarbeiter, die sich bemühen so schnell wie irgend möglich zu arbeiten, sondern auch die Verkehrsteilnehmer, die sich an die Ausschilderung halten.

    Einige Fahrer kritisieren, nicht genügend über die Sperrung informiert zu sein. Vor allem aus dem Main-Tauber-Kreis kommen viele Beschwerden, dass die Beschilderung mangelhaft sei. Auch auf der A3 fehlt jeder Hinweis, dass die Straße zwischen Waldbüttelbrunn und Höchberg gesperrt ist. Sicher könnte man einwenden, die Umleitung über Waldbrunn und Eisingen und dann über die B27 in Richtung Würzburg sei ausgeschildert. Aber das hätte man auch deutlicher machen können, so Vorwürfe aus Autofahrerkreisen.

    Vor allem der Schwerverkehr, der bei Stau von der A3 abfährt und die Umleitungsstrecke benutzt, sorgt für Unmut bei der Bevölkerung. In den engen Bereichen der Ortsdurchfahrten von Eisingen und Waldbrunn kommt es immer wieder zu Beinahe-Unfällen. Hier ist die Bevölkerung nicht begeistert über den Umleitungsverkehr, da ihre Straßen nicht für so viele Fahrzeuge vorgesehen sind.

    Das staatliche Bauamt ist auf jeden Fall bemüht, die B8 so schnell wie möglich fertigzustellen, eventuell klappt es ja auch früher schon mit der Wiedereröffnung als am geplanten kommenden Freitag. Dann beginnen in Bayern die Sommerferien und der Verkehr auf der Autobahn wird noch stärker sein. Da sollte dann die wichtigste Ausweichstrecke wieder frei sein, hoffen nicht nur die vielen Pendler.

    In den Sommerferien (30. Juli bis 10. September) wird dann die vierspurige Strecke durch Höchberg hindurch erneuert und mit Lärm mindernden Flüsterasphalt versehen. Hier stehen für jede Fahrtrichtung dann nur noch eine Fahrspur bis zur Leistenstraße im Wechsel zur Verfügung. An der Auffahrt zum Festungsberg wird ein Ampelverkehr eingerichtet, sodass immer eine Fahrspur zur Verfügung steht. Auch hier ist mit Staus zu rechnen, sodass man das Gebiet weiträumig umfahren sollte.

    Den Vorwurf, man hätte von der Baustelle nichts gewusst und sei zu wenig informiert worden, lässt das staatliche Bauamt nicht gelten. Man habe rechtzeitig die Presse informiert, die darüber ausführlich berichtete, und auch die sozialen Medien hätten über die Sperrung der Straße zwischen Höchberg und Waldbüttelbrunn informiert. Trotzdem bittet man um Verständnis für die Baumaßnahme und hofft auf Einsicht bei den Autofahrern, denn die Fahrbahnerneuerung sorge für mehr Verkehrssicherheit und sei unumgänglich gewesen.

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