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    RÖTTINGEN

    Autofreier Sonntag: „Das war ein voller Erfolg“

    Ganz ohne störende Kraftfahrzeuge genossen am Sonntag Tausende von Radfahrern die autofreien Straßen durchs Taubertal. Foto: Markhard Brunecker

    Der Autofreie Sonntag im südlichen Taubertal muss der Sommerhitze Tribut zollen. Es waren merklich weniger Teilnehmer als in den Vorjahren. Geschäftsführer Jochen Müssig vom Tourismusverband Liebliches Taubertal geht von knapp 20 000 Radlern und Skatern aus und ist trotzdem

    zufrieden. Es war eine erstklassige Werbung fürs Taubertal.

    Auffallend viele Teilnehmer machten sich schon deutlich vor dem offiziellen Startschuss um 10 Uhr durch Landrat Reinhard Frank in Rothenburg ob der Tauber-Detwang auf die Strecke, um der Hitze zu entfliehen, nachdem das Thermometer in den Vortagen bis auf 38 Grad geklettert war. Doch die Temperaturen waren einiges angenehmer und der sanfte Wind ließ diese auch besser ertragen.

    Rast bei den Kelten von Oppidum

    Besonders hoch im Kurs stand ein Platz im Schatten des Fallschirms auf dem Lindenplatz von Bieberehren. Foto: Markhard Brunecker

    Erste größere Rast des Promiteams war Archshofen bei den Kelten von Oppidum mit ihrem Keltenlager. Der Trend zum E-Bike setzt sich auch beim Autofreien Sonntag durch. Wer einen kleinen Elektromotor unter dem Sattel hat, der konnte die 45 Kilometer lange Strecke und die Landschaft drum herum umso mehr genießen.

    Gastronomie und vor allem Vereine verköstigten in den 15 Orten entlang der Strecke ihre Gäste und ließen den Tag durch ihr Zusatzprogramm zu einem spaßigen Vergnügen für Groß und Klein werden. Bieberehren zählte auch in diesem Jahr nicht nur wegen seinem außergewöhnlichen kulinarischen Angebot zu einem Anziehungspunkt, sondern auch wegen dem schönen, Schatten spenden Fallschirm am Lindenplatz.

    Steckerlfische gingen aus

    Reinhard Frank (Mitte), Landrat des Main-Tauber-Kreises, hatte sich erstmals elektrische Unterstützung aufs Rad geholt. Foto: Markhard Brunecker

    In Tauberrettersheim hatte sich der Sportanglerclub zwar auf einen riesigen Ansturm vorbereitet, doch die leckeren Steckerlfische waren, als das „Promiteam“ eintraf, bereits ausverkauft. Der Winzerort war in diesem Jahr erstmals Ausrichter der traditionellen Unterhaltungsstunde mit einem regionalen Radiosender.

    Der Röttinger Marktplatz bot eine willkommene Gelegenheit zu einer kurzen Erfrischung. Foto: Markhard Brunecker

    Hier verriet Landrat Frank auch, dass er erstmals mit einem E-Bike am Start sei und das weniger anstrengende Fahren in vollen Zügen genieße. Bei dieser Gelegenheit machte er auch, obwohl gerade noch im bayerischen Ausland unterwegs, fleißig Werbung für seinen heimischen Main-Tauber-Kreis und lobte, dass jedes Dorf an der Tourstrecke ein Fest aus dem Autofreien Sonntag mache, was natürlich den Teilnehmern zugutekomme.

    Von der BR-Radltour an die Tauber

    Dies bestätigte auch ein Radlerehepaar aus dem mittelfränkischen Dietersheim, das gerade von der BR-Radeltour kam. Sie fahren seit Jahren beim Autofreien Sonntag mit, und das sicher nicht zum letzten Mal, weil die Tour durch die einzelnen Stationen so vielfältig sei.

    Der Steckerlfisch des Sportanglerclubs fand reißenden Absatz bei den Radler und Skatern. Foto: Markhard Brunecker

    Bürgermeister Joachim Döffinger aus Assamstadt bedankte sich unter großem Beifall bei Geschäftsführer Müssig und seinem Team für die tolle Organisation, sei doch diese länderübergreifende Großveranstaltung ein großer Gewinn für sämtliche Kommunen. Dabei verriet Müssig, dass die Jubiläumstour – die 20. – im kommenden Jahr im Kloster Bronnbach kräftig gefeiert wird.

    „Trotz der geringeren Beteiligung war das erneut ein voller Erfolg. Es gab keine besonderen Vorkommnisse, die Radler und Inliner waren sehr begeistert, war das Wetter doch ideal für eine derartige Tour“, so der Geschäftsführer am Nachmittag.

     

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