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    OBERPLEICHFELD

    Autorunden auf Fußballplätzen

    „Schwachköpfe sind das“, sind sich Bürgermeisterin Martina Rottmann und Walter Kötzner als Vorsitzende des örtlichen Sportvereins einig und müssen sich mit härteren Ausdrücken zurück halten. In der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember hat ein Autofahrer Runden auf dem Fußballplatz des SV Oberpleichfeld gedreht und damit erheblichen Schaden angerichtet.

    Der stellvertretende Vorsitzende Kötzner hatte am Tag vor Silvester den Hinweis auf die Schäden bekommen und Fotos von dem Nebenplatz gemacht. Vor zwei Jahren sei schon einmal ein Auto über den Sportplatz gefahren, erklärt er. Deswegen seien zum Schutz des Platzes Balken ausgelegt worden. Diese Balken sind vom Täter für seinen„Spaß“ beiseite geräumt worden.

    Allen Mühen zunichte gemacht

    Alle verantwortlichen Vereinsmitglieder seien schockiert. Platzwart Klemens Schmitt sieht seine Arbeit und Mühen zunichte gemacht. „Das ganze Jahr über wird der Platz mit erheblichem Maschineneinsatz gepflegt, damit die Sportler einen gut bespielbaren Zustand vorfinden“, ärgert sich Vereinsmitglied Franz Olbrich. Das kostet den SV Oberpleichfeld viel Geld.

    Die Reifenspuren auf dem Platz sind eine schmerzliche Fortsetzung an Ärgernissen im Verein. Im Sommer vergangenen Jahres hatten Unbekannte mehrmals den Schriftzug „SVO“ am Hang in der Südkurve demoliert. Immer wieder waren Reparaturen nötig.

    Rücksichtslose Hundebesitzer

    Noch schlimmer aber sei die Sache mit den Hunden. Dass ständig Hundekot mit und ohne Tüten auf den Plätzen eingesammelt werden muss, ist „ein weiterer Fußtritt“ für den Platzwart. Sogar an der Eckfahne in der Nähe der Bratwurstbude werden Kothaufen gefunden.

    Walter Kötzner hat wegen der Reifenabdrücke Anzeige erstattet. Er rechnet mit reinen Materialkosten von 1500 Euro – ohne den ehrenamtlichen Zeitaufwand der Vereinsmitglieder. Aufgrund der Autospuren müsse ein Großteil des Platzes vertikutiert und neu eingesandet werden. Das kostet Zeit und Geld.

    Weiterer Vorfall in Prosselsheim

    Auf eine „härtere Gangart“ müssten sich künftig auch Hundebesitzer einstellen. „Es wird nicht mehr geduldet, dass unser Sportgelände zum Tummelplatz und Hundeklo wird“, erklärt Franz Olbrich. Zuwiderhandlungen würden zur Anzeige gebracht, genauso wie das „nächtliche Runden drehen auf dem Rasenplatz“.

    Hinweise sollten der Polizeiinspektion in Würzburg oder dem Vorstand des SVO gemeldet werden. Ähnlich wie den Oberpleichfeldern geht es übrigens auch dem TSV Prosselsheim. Offensichtlich in der gleichen Nacht vom 29. auf den 30. Dezember wurde auf dem dortigen Vereinsgelände randaliert. Die beiden Sportvereinsanlagen in Oberpleichfeld und Prosselsheim liegen nur vier Kilometer auseinander.

    Auch über die zwei Fußballplätze in Prosselsheim seien Runden mit dem Auto gedreht und zudem der Briefkasten beschädigt worden. „Sehr schade, dass manche Idioten die ehrenamtliche Arbeit unserer Liegenschaftsbetreuer mit Füßen treten“, informiert der Vorstand des TSV Prosselsheim die Mitglieder auf ihrer Facebook-Seite.

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