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    GIEBELSTADT / BÜTTHARD

    B 19 für sieben Wochen teilweise gesperrt

    Die Fahrbahnsanierung der B 19 hat begonnen. Die Bundesstraße wird bis zur Landesgrenze nach Baden-Württemberg für rund sieben Wochen lang nicht durchgängig befahrbar sein wird. Und das ausgerechnet nach Ende der Sommerferien und zu Beginn der Zuckerrübenkampagne.

    Kurzfristig ins Programm genommen

    Die Maßnahmen waren kurzfristig ins Sanierungsprogramm des Staatlichen Bauamts aufgenommen worden, sagt der zuständige Abteilungsleiter Eric Brückner. Bei regelmäßigen Kontrollen waren Risse und brüchige Stellen in der obersten Asphaltschicht festgestellt worden.

    Eile ist geboten, weil sich die Schäden durch eindringendes Wasser und winterlichen Frost in tiefere Schichten ausbreiten würden. Eine Sanierung wäre dann erheblich teurer.

    Im Schnitt alle zehn Jahre haben Bundesstraßen eine neue Fahrbahndecke nötig, so Brückner weiter. Aus Kapazitätsgründen sei es nicht möglich gewesen, früher mit den Arbeiten zu beginnen. Insgesamt gibt der Bund rund 1,9 Millionen Euro für die Instandsetzung der insgesamt rund zehn Kilometer langen Teilstücke aus. Hinzu kommen 300.000 Euro für neue Schutzplanken und Fahrbahnmarkierung.

    Fahrbahn wird abgefräst und neu aufgetragen

    Auf dem Teilstück an der Autobahnanschlussstelle Heidingsfeld sind täglich rund 12.000 Fahrzeuge unterwegs. Bis zum 12. September sollen die Bauarbeiten dort andauern. Ab Dienstag abend ist dann die Strecke zwischen Euerhausen und der Landesgrenze bei Tiefenthal voraussichtlich bis zum 24. September für den Gesamtverkehr gesperrt. Auf einer Länge von 4,2 Kilometern wird hier ebenfalls die alte Fahrbahn abgefräst und neu aufgetragen.

    Rund 4000 Fahrzeuge sind auf diesem Streckenabschnitt täglich unterwegs. Die 8,2 Kilometer lange Umleitungsstrecke in Richtung Süden führt über Höttingen und Bütthard. Einen Umweg von mehr als 15 Kilometern müssen Fahrer in Kauf nehmen, die von Süden her in Richtung Würzburg unterwegs sind. Die ausgeschilderte Route führt über Stalldorf, Riedenheim, Gelchsheim, Sonderhofen und Wolkshausen.

    Umleitungsstrecken ausgeschildert

    Ab dem 25. September beginnen die Sanierungsarbeiten zwischen dem Ortsausgang von Giebelstadt und Euerhausen. Der Bauabschnitt hat eine Länge von rund 3,2 Kilometern. Die Umleitungsstrecke in Richtung Süden führt über Allersheim. In Richtung Norden werden die Fahrzeuge ab Euerhausen über Wolkshausen, Gaukönigshofen und Tückelhausen zurück auf die Bundesstraße geleitet. Bis zum 20. Oktober werden die Bauarbeiten voraussichtlich dauern.

    Herausforderung für die Polizei

    Erst vor wenigen Tagen war auch die Polizei mit den Sanierungsplänen konfrontiert worden, sagt der Leiter der Ochsenfurter Inspektion, Jürgen Maier. „Für uns ist das eine ganz kurzfristige Herausforderung“, so Maier.

    Den Beamten obliegt unter anderem die Aufgabe, anhand der Unfallstatistik und ihrer Erfahrungen auf Gefahrenstellen entlang der Umleitungsstrecke hinzuweisen. „Wenn schnell fließender Verkehr plötzlich durch Ortschaften umgeleitet werden muss, ist das immer ein Problem“, sagt Maier. Besonderes Augenmerk gilt dabei Bereichen wie Schulen oder Kindergärten.

    Konsequenzen für den Busverkehr

    Umfangreiche Konsequenzen hat die Vollsperrung für den öffentlichen Nahverkehr. In Tiefenthal wird während der Bauzeit eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. In Euerhausen wird die Haltestelle in nördliche Richtung in Mündungsbereich der Julius-Echter-Straße/Kreisstraße WÜ 34 verlegt.

    Ab dem 13. September verkehren die Busse von Sächsenheim nach Würzburg bis zur Haltestelle Herchsheim jeweils fünf Minuten früher, ebenso wie die Busse von Tauberrettersheim nach Ochsenfurt bis zur Haltestelle Euerhausen, teilt der Verkehrsverbund Würzburg mit. Der Bus von Sächsenheim nach Ochsenfurt fährt bereits um 6.12 Uhr statt wie im Fahrplan ausgewiesen um 6.15 Uhr.

    Kein Problem für die Rübenkampagne

    Entspannt reagiert man hingegen bei der Südzucker AG auf die Vollsperrung der B 19. Die Lieferfahrzeuge, die ab der kommenden Woche täglich Rüben aus dem Gau in die Ochsenfurter Zuckerfabrik transportieren, müssen die Bundesstraße lediglich queren, sagt Ernst Merz von der Rübenabteilung bei Südzucker. Ernsthafte Behinderungen durch die Straßensperrung seien deshalb nicht zu erwarten.

     

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