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    MARGETSHÖCHHEIM

    BI gegen jaulende Motoren und die Straße als Rennstrecke

    Ein Polizeibeamter hält ein Lautstärke-Messgerät vor einem Auspuff. Die Bürgerinitiaive Würzburg Stadt und Land „Leiser!... Foto: Uwe Anspach/dpa

    Zwei Jahre nach der Gründung wurde in der Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative (BI) „Leiser! Bürgerinitiative gegen Lärm in Stadt und Landkreis Würzburg“ Bilanz gezogen. Die Mitgliederzahlen würden ansteigen, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch die Gemeinden Margetshöchheim, Zell am Main und die Ortsgruppe der Grünen in Höchberg seien inzwischen Mitglieder des Vereins.

    Empörung über Rücksichtslosigkeit

    „In einer immer lauter werdenden Umgebung engagieren sich zunehmend Bürger gegen vermeidbaren Lärm und empören sich über die Rücksichtslosigkeit der Verursacher von Straßen- und Fluglärm“, erklärt Ralf Pätzold, erster Vorstand der Bürgerinitiative, in einer Mitteilung. Die „zunehmende Überwachung von fließendem Verkehr in vielen unterfränkischen Gemeinden“ sieht die BI als Erfolg: Dies sei „dem Engagement vieler Bürgern und Politiker zu verdanken“.

    Lärmdämmender Asphalt wurde aufgetragen

    Was die Reduzierung von Straßenlärm auf der Staatsstraße St 2300 von der Zeller Brücke bis Margetshöchheim Nord sieht die BI ebenfalls schon einen Erfolg: Es sei lärmdämmender Asphalt aufgetragen worden. Die BI fordert aber außerdem die Limitierung der Geschwindigkeit auf Tempo 80, Überholverbote und die Überwachung des fließenden Verkehrs. Die St 2300 sei inzwischen für einige Motorradfahrer eine Rennstrecke geworden, so die BI in ihrer Meldung weiter: „Mit jaulenden Motoren, teilweise manipulierten Auspuffanlagen und Überholmanövern hat sich eine neue Lärmquelle mit extremer Lautstärke tags und sogar nachts im Maintal ausgebreitet“, heißt es da.

    BI: Kann man Flugunterricht auslagern?

    Und weiter: Die Auseinandersetzung mit Flüglärm, der vom Flugplatz Schenkenturm ausgehe, „ist und bleibt der Schwerpunkt unserer Initiative“. Einigen Piloten versuchten zwar inzwischen, überflüssigen Lärm zu vermeiden, aber der Schleppflug mit Segelfliegern stört die Initiative immer noch, vor allem, weil „in der Regel an Sonn- und Feiertagen die Segelflieger hauptsächlich vom lautesten Motorflugzeug des Flugclubs, viel zu tief, immer über die gleichen Korridore in dicht besiedeltem Gebiet hochgezogen“ würden. Die BI sieht hier auch keine Notlandefläche und fragt daher: „Kann der Motor- und Segelflugunterricht nicht auf einen Flughafen in weniger besiedeltem Gebiet ausgelagert werden?“

    Die Bürgerinitiative erklärt weiterhin, „der Flugsportplatz Würzburgs ist ein überwiegend von Hobbypiloten benutzter Flugplatz.“ Sie beklagt eine verschlechterte Kommunikation zwischen dem Club und der Bürgerinitiative: „Wir fürchten, dass Fortschritte an dieser Stelle nicht wirklich gewollt sind. Daher werden wir uns als Bürgerinitiative weiter an Verantwortliche, Behörden, Politiker und die Öffentlichkeit wenden“ so Ralf Pätzold.

    Bearbeitet von Regina Urbon

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