• aktualisiert:

    LEINACH

    Bahnhof zwischenmenschlicher Beziehungen

    Einen Bahnhof gibt es im Leinachtal zwar nicht. Wuseliges Treiben herrscht dennoch an jenem imaginären Ort, der für Kommen und Gehen, Eile und Hetze, womöglich auch für große Gefühle steht. Denn auf Bahnsteigen und in Bahnhofshallen kommt es immer wieder zu flüchtigen Begegnungen von Menschen. Bisweilen überschlagen sich auch die Ereignisse, in der vom Frohsinn-Chor „CHORiander“ erstmalig inszenierten Musicalkomödie „Wer versteht hier Bahnhof?“ aus der Feder von Thorsten Böhner.

    Große, und in der Regel ausverkaufte Inszenierungen finden gewöhnlich in mehreren Aufführungen statt. So auch die erste Inszenierung einer Musicalkomödie des Gesangvereins „Frohsinn“ Leinach. In kleinem Rahmen waren diese zunächst geplant. Doch der Vorverkauf übertraf alle Erwartungen. „Mittlerweile vier Aufführungen sind erforderlich, um der Karten-Nachfrage gerecht zu werden“, freut sich Claudia Roos, zuständig für den Verkauf. Am Freitag, 4. Mai und Samstag, 5. Mai jeweils um 19 Uhr verwandelt sich das Sportheim des FC Leinach nochmals in ein Musical-Theater. Der rote Teppich liegt dann wieder am Eingang aus für die Besucher, so wie bei der Premiere am vergangenen Samstag und der zweiten Aufführung am folgenden Sonntag.

    Quer durch verschiedene Musicals und Hits startete die Reise, außergewöhnlich präsentiert von 32 Sängerinnen und Sängern des Frohsinn-Chors. Das Publikum, oder besser die „Fahrgäste“, durften sich mitgenommen und zum Nachdenken aufgefordert fühlen durch die Inszenierung, zu der Autor Böhner die Vorlage lieferte. Bei den Vorbereitungen war es der musikalischen Leiterin Katharina Otto gelungen, auf atemberaubende Weise bisher ungeahnte Talente aus den Chormitgliedern heraus zu kitzeln.

    Heitere und sentimentale Szenen wechselten sich ab in der fast zweistündigen Aufführung, von der das begeisterte Publikum erst nach mehreren Zugaben genug hatte. „Großer Anspruch der Akteure war es“ nach Aussage von Leiterin Katharina Otto, „das komplette Stück aus Schauspiel und Gesang auswendig zu spielen.“ So wie sich das Publikum an den bisher zwei Aufführungen freute, taten dies auch die Akteure bei den Proben. Die musikalischen Vorgaben aus bekannten Musicals und Hits reichten den Sängern nicht aus. So verwandelte sich Bob Marleys „No woman no cry“ durch Adalbert Franz in eine exklusive Textinterpretation. Authentisch bis ins Detail gingen „Alkohol“ von Herbert Grönemeyer, „We will rock you“ aus dem Musical „Queen“, „Dir gehört mein Herz“ aus „Tarzan“, oder „Hinterm Horizont“ aus dem gleichnamigen Musical mit dem Titelsong von Udo Lindenberg dem Publikum unter die Haut. Beim Beatles-Welthit „Let it be“ schwappte die Stimmung vollends über auf die mit einstimmenden Zuschauerreihen.

    Trotz der beiden weiteren ausverkauften Aufführungen können Nachfragen zu zurückgegebenen Karten unter info@frohsinn-leinach.de an den Gesangverein „Frohsinn“ gerichtet werden.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!