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    GREUßENHEIM

    Bauchtänzer und ein vergessener Weihnachtsbaum

    Die Greußenheimer Fasenacht gehört seit 42 Jahren den Zwieweltratern. Immer mit dem Blick auf die Uhr hielten Bernd Kleinschnitz und Wolfgang Haag für die FaschingsFreunde Greußenheim, das Narrenzepter fest in der Hand.

    Sie stehen nicht nur für eine hervorragende Moderation, sondern beherrschen auch mit gekrönten Häuptern wie der Fränkischen Weinkönigin Silena Werner die Showbühne als „Schins und Wolfi“ in der Bütt.

    Deutlich verjüngt waren die Akteure auf der Geisberg-Show-Bühne. Die meisten sind Eigengewächse des Faschingsvereins, der am Freitagabend zur ersten von zwei Sitzungen eingeladen hatte. Die Tänzer, Sänger, Büttenredner und nicht zuletzt die bezaubernde Assistentin des Präsidium Vivien Haag machten die Fastnachtssitzung zu einem fünfstündigen Vergnügen.

    Närrisches Feuerwerk

    Mit den Sunshine Kids entfachten die Jüngsten in der restlos besetzten Geisberg-Halle ein närrisches Feuerwerk der Extraklasse. Schon beim Einzug des kleinsten Elferrates der Welt mit den Gastvereinen aus Remlingen, Thüngersheim, Altertheim und Hettstadt kletterte das Stimmungsbarometer.

    Es war eine ausgewogene Mischung aus Sketchen, Büttenreden der fränkischen Fasenacht und tänzerischen Höhepunkten aus den eigenen Reihen. Herausragend das exzellente Männerballett, das nach fünf Stunden den krönenden Abschluss setzte. Ihren Namen als „Greußemer Dreambäuch“ müssen sie nach dieser überragenden Darbietung nun endgültig ablegen denn diese Dream-Boys sorgten nicht nur für verzückte Blicke, sondern auch für tosenden Applaus.

    Junge Gruppe

    Lokalkolorit vom Feinsten präsentierten die „Naü Aüle“. Seit vielen Jahren begeistert die junge Gruppe und hält den Greußenheimern den Spiegel vors Gesicht. Mit dem neuen Mehrgenerationenspielplatz am „Süßenbrünnle“ und der einfallsreichen Fitnesstrainerin Christa alias Manuel Redelberger brachte sie die Senioren mit Bügeleisen, Nudelholz oder der Heckenschere am Kneippbecken schon fast zum Schwitzen.

    Nach Jahrzehnten der Abstinenz stand in neuer Formation mit dem „Zwiefel-Express“ wieder ein Ableger des Musikvereins Greußenheim auf der Bühne und überzeugte mit Musik und einer ordentlichen Portion trockenen Humors.

    Hinreißende Choreograhie

    „Show-Tanz-Bühne frei!“ hieß es nicht nur für die bezaubernden Trolle der Sunshine Kids oder der Tänzerin Laura Angelina Wörner. Die Magie von Mario, dem Maskottchen von Nintendo zauberten die Little Devils in die Geisberghalle. Eine hinreißende Choreografie jagte die andere. Die Gäsberch-Teenies holten den Super-Bowl nach Greußenheim und leiteten übergangslos weiter zu den Desperate Housewives, die dem begeisterten Publikum zeigten, was alles unter der Kittelschürze steckt. Mit ihren Tanz brachten sie nicht nur die Sitzungspraktikanten Johannes Lannig und Dominik Kriener zum Schwärmen. Die Greußenheimer Nachtschwärmer überzeugten als Wächter der Nacht mit einer tollen Bühnenshow, rhythmisch-gruseliger Choreografie und bestechenden Akzenten.

    „Bauer sucht Frau“ mit der bezauberten Inka Bause (Vivien Haag) stellte die schrullig-ambitionierten Heiratskandidaten dem begeisterten Publikum vor und sorgte mit witzigen Dialogen und trockenem scharfzüngigen Humor für Stimmung.

    Büttenredner Frank Beck berichtete von seinen Erfahrungen als Mann der Gesellschaft. Die zwei Sitzungspräsidenten versuchten zusammen mit Melanie Roth aus Remlingen im Bauchtanz und Bürgermeisterin Karin Kuhn hübschte als vergessener Weihnachtsbaum ihre traurigen Tage zwischen Weihnachten und der närrischen Zeit auf.

    Mit einer witzig, schnellen und schrullig-närrischen Sketch-Einlage bewiesen die Sitzungspräsidenten „Schins und Wolfi“ mehr Talent als, als Bauchtänzer. Ob intelligent-weinselig oder bescheuert-närrisch, die Lacher des Publikums waren ihnen sicher. Das Sahnehäubchen einer echten Fränkischen Fasenacht.

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