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    Würzburg

    Bauernverband will keinen Wald

    Zum Vorschlag der Stadtratsfraktion Würzburger Liste, die rund 174 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche im Eigentum der Stadt als Wald anzulegen, bezieht der Bayerische Bauernverband jetzt in einer Pressemitteilung Stellung. Kreisobmann Michael Stolzenberger halte das für einen falschen Weg und einen zu kurzsichtigen Ansatz. Schließlich werde auch mit der aktuellen landwirtschaftlichen Nutzung Feinstaub und CO2 gebunden, Sauerstoff produziert und über Verdunstung das Klima in der Stadt abgekühlt. Außerdem trage die Nutzung zu einer regionalen Versorgung und zu kurzen Wegen bei.

    Um den von der Stadt Würzburg geforderten Umweltleistungen gerecht zu werden, fanden vom Bauernverband laut Mitteilung bereits vor wenigen Monaten Gespräche mit dem städtischen Umweltamt statt. Zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurde ein umfangreicher Angebotskatalog für die Stadt Würzburg und die bewirtschaftenden Landwirte erarbeitet, der der besonderen Situation durch die unmittelbare Nähe der Flächen zur Stadt gerecht werde. Der Angebotskatalog liegt bereits dem Umweltamt der Stadt Würzburg vor, heißt es weiter.

    Eine pauschale Aufforstung der städtischen Flächen würde weit über das Ziel hinausschießen und unter Umständen den Luftabfluss aufgrund der vorliegenden Kessellage Würzburgs weiter verschlechtern.

    Bearbeitet von Lena Bayer

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