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    HETTSTADT

    Baugebiet „Altensteig“ ist erschlossen

    Knapp ein Jahr nach dem Spatenstich für die Erschließung des Baugebietes „Altensteig“ erfolgte nun die Endabnahme der Arbeiten durch die Gemeinde. Jetzt können die Kaufverträge notariell abgewickelt werden.

    Per Losentscheid waren im März Baugrundstücke für 50 Einfamilienhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser unter mehr als 160 Interessenten vergeben worden. Und obwohl mit der Endabnahme zur Erschließungsmaßnahme Baurecht für die Bauwerber besteht, müssen diese ihre Planungen womöglich nochmals überdenken. Mit der Endabnahme verabschiedete der Gemeinderat nämlich einstimmig gleich die erste Änderung des Bebauungsplanes.

    Die einhellig verabschiedete Änderung bezieht sich auf die Wand- und Firsthöhe der künftigen Gebäude. Im rechtskräftigen Bebauungsplan war die Wandhöhe über Straßenbezugspunkt auf maximal sechs Meter begrenzt. Nach den Feststellungen vor Ort ließe sich dies bei einer üblichen Raumhöhe allerdings nicht einhalten. Hierbei würde sich eine Wandhöhe von 6,45 Metern ergeben. „Die Folge für die Bauwerber, Verwaltung und Bauüberwachung wäre, dass Bauanträge nur mit Befreiungen zu bewilligen seien“, erklärte Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (CSU/UBH).

    Klaus Hild (CSU) empfahl dem Gremium „allerdings Zurückhaltung zu üben bei Befreiungen.“ Nach Hilds Überzeugung hebelt jede Befreiung von Festsetzungen den geltenden Bebauungsplan aus und schafft Präzedenzfälle. Als einhellige Intention des beschlossenen Bebauungsplans „Altensteig“ erinnerte 3. Bürgermeister Franz-Josef Welscher an möglichst wenige Reglementierungen. Um Befreiungen von Festsetzungen des Bebauungsplans zu vermeiden, sprach sich der Gemeinderat einstimmig für eine maximale Wandhöhe von sieben Metern, sowie einer maximalen Firsthöhe von elf Meter aus.

    Darüber hinaus änderte der Gemeinderat auch die Richtlinien für Flachdächer im neuen Baugebiet „Altensteig“. Diese waren bisher lediglich an Nebengebäuden und Garagen zulässig. Um etwa Dachterrassen zu ermöglichen, sprach sich das Gremium für Flachdächer an Wohngebäuden aus. Allerdings dürfen sie eine Größe von maximal einem Drittel der Grundfläche nicht übersteigen.

    Wie die Debatte bestätigte, galten verängstige Nachfragen von Familien mit Kleinkindern an mehrere Ratsmitglieder dem offenen Regenrückhaltebecken. Dieses wird laut Aussage von Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher nicht eingezäunt, da es nur Wasser bei ungewöhnlich starken Niederschlägen führt.

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