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    Kürnach

    Baugebiet so groß wie zweieinhalb Fußballfelder

    Mit dem symbolischen Spatenstich durch Kürnachs Bürgermeister Thomas Eberth (6. von links), seiner Stellvertreterin Sieglinde Bayerl (rechts daneben), Sandra Hennlich vom Planungsbüro auktor (links daneben), Gemeinderäten und Vertretern der Baufirma ist das Baugebiet Schleifweg III in Kürnach offiziell gestartet. Foto: Guido Chuleck

    Es ist so groß wie zweieinhalb Fußballfelder, das neue Baugebiet Schleifweg III in Kürnach, angrenzend an die Staatsstraße 2260 von Prosselsheim zur B19 und lärmgeschützt durch einen Erdwall. Mit dem symbolischen Spatenstich durch Bürgermeister Thomas Eberth, Sandra Hennlich vom Planungsbüro auktor GmbH aus Würzburg, Gemeinderäten und Vertretern der Firma Ullrich Bau sowie deren Mitarbeiter war denn auch der offizielle Startschuss für das 20 382 Quadratmeter große Baugebiet gefallen.

    Auf diesen Flächen, so der Bürgermeister, "hört man zunächst Baumaschinen und dann Kinderlachen und Gespräche". Apropos Kinderlachen: das war schon beim Spatenstich zu hören, denn gefühlt 50 Kinder feierten fröhlich mit Schaufeln auf dem (noch vorhandenen) "Naturspielplatz" ihren eigenen Spatenstich. Währenddessen lauschten die Eltern geduldig den Reden des Bürgermeisters und der Architektin von auktor, um sich anschließend ebenso geduldig am Bratwurststand des SV Kürnach anzustellen.

    Baugebiet war nicht unumstritten

    Das Baugebiet, so Eberth weiter, "war nicht unumstritten, aber dringend notwendig". Entstanden ist bereits die Haupterschließungsstraße, und bis dahin war es ein langer Weg an Planungen, Änderungen der Pläne und immer wieder Diskussionen. Und auch die Zauneidechse am Lärmschutzwall hatte eine Zeitverzögerung gebracht.

    Das alles, so Eberth, gehöre jetzt der Vergangenheit an, in den nächsten neun Monaten entsteht am Schleifweg ein "modernes und attraktives Baugebiet für 32 Einfamilienhäuser und acht Doppelhäuser". Ein neues Baugebiet auszuweisen schaffe man nur, "wenn viele Partner gemeinsam an einem Strang in eine Richtung ziehen". Die ersten Strippenzieher waren die Gemeinderäte, die im Oktober 2017 einstimmig festgelegt, "dass die Gemeinde Kürnach eine weitere maßvolle Entwicklung im Bereich Wohnbebauung benötigt".

    Themen waren auch die Demografie, die Auslastung der Infrastruktureinrichtungen, aber auch Verkehrsbelastung und Aufenthaltsqualität im Altort. Das Ergebnis war ein "weiteres maßvolles Wachstum und weitere Investitionen in den Altort".

    Ausgleichsflächen für den Feldhamster

    Die 40 Bauplätze sind zwischen 485 und 680 Quadratmeter für Einzelhäuser und zwischen 355 und 420 Quadratmeter für Doppelhäuser groß, sagte Sandra Hennlich. Um dem Feldhamster ein neues Zuhause zu bieten, waren 1,3 Hektar Ausgleichsfläche notwendig geworden. Zusätzlich entstehen auch 6540 Quadratmeter neue Grünflächen, und 21 Bäume werden gepflanzt, so Hennlich weiter. Und nach dem anstrengenden Spatenstich, den die Kinder aus nächster Nähe begutachteten, ließen sich auch die geladenen Gäste die Bratwurst des SV Kürnach schmecken.

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