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    ERLABRUNN

    Bauhof in Erlabrunn wieder vollständig besetzt

    Die Aufarbeitung der Folgen aus dem tragischen Unfalltod einer Einwohnerin vom Januar 2016 beschäftigt nach wie vor den Gemeinderat in Erlabrunn. Als Auswirkung aus der Verurteilung und fristlosen Kündigung des Bauhofleiters trug seither stellvertretender Bürgermeister Jürgen Ködel (CSU) kommissarisch die Verantwortung für den Betrieb des Bauhofs. Diese Tätigkeit übte Ködel bisher ehrenamtlich aus. Nach einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates in der jüngsten Sitzung trägt der stellvertretende Bürgermeister auch weiterhin die Verantwortung. Allerdings bewilligte der Gemeinderat dem Bürgermeister-Stellvertreter zusätzlich zu der üblichen Aufwandsentschädigung die Zahlung einer Zulage in gleicher Höhe, wie sie auch der bisherige Bauhofleiter erhielt. Dieser Betrag beläuft sich auf 250 Euro monatlich.

    Ausdrücklich verwies Bürgermeister Thomas Benkert (UBE) in seinem Sachvortrag zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt, dass es keinerlei finanzielle Forderungen durch seinen Stellvertreter als Ausgleich für die Ausübung der Bauhofleitung gab. „Eine finanzielle Entschädigung für den zusätzlichen Aufwand ist aber jederzeit gerechtfertigt. Diese Meinung vertritt auch der Gemeinderat“, bemerkte Benkert.

    Fahrlässige Tötung, Unfallflucht und unterlassene Hilfeleistung

    Dem damaligen Bauhofleiter war vorgeworfen worden, bei der Ausübung des Winterdienstes eine 71-jährige Ortseinwohnerin mit einem gemeindlichen Streufahrzeug überrollt und anschließend Unfallflucht begangenen zu haben. Die Verurteilung des Angeklagten erfolgte wegen fahrlässiger Tötung, Unfallflucht, unterlassener Hilfeleistung zu einem Jahr und zehn Monaten Haft ohne Bewährung. Infolge der Verurteilung hatte der ehemalige Bauhofleiter durch die Gemeinde am Tag nach der Urteilsverkündung die schriftliche Kündigung seines Arbeitsverhältnisses erhalten.

    In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates informierte Bürgermeister Thomas Benkert auch über die Besetzung der seither vakanten Position im Bauhof. Auf eine entsprechende Stellenausschreibung hatten sich laut Benkert 22 Bewerber gemeldet. Die Entscheidung zur Besetzung der Stelle fiel laut Benkert auf einen Bewerber, der neben einer Ausbildung als Feuerwehrmann auch über eine Ausbildung als Rettungssanitäter verfügt.

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