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    Höchberg

    „Bayern hat viele Gesichter“

    Schüler schmökern vor der Ausstellungswand in der Aula der Realschule Höchberg. Foto: Leopold Sonnemann Realschule Höchberg

    „Hä? Freizeit? Wo gab’s denn so was?“ - Diese Antwort erhielt ein Neuntklässler der Leopold-Sonnemann-Realschule von seiner Uroma (Jahrgang 1923) auf die Frage, wie ihre Freizeitgestaltung in deren Kindheit ausgesehen habe - eine von vielen Fragen, die über 100 Schüler in den vergangenen Monaten beim Projekt „Bayern hat viele Gesichter - 100 Jahre Freistaat Bayern“ ihren Uromas, Opas, Eltern, Nachbarn, Bekannten, Geschwistern und anderen gestellt haben. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

    Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des Freistaates haben sie sich auf die Suche gemacht, um stellvertretend für jeden der 100 Jahrgänge einen Interviewpartner zu finden und diesen zu befragen. Allen Interviews lag der gleiche, zuvor im Unterricht erarbeitete Gesprächsleitfaden zu Grunde:

    Ausgestellte Antworten

    Was haben die Personen in ihrer Kindheit gerne gemacht? Wo und wie haben sie gewohnt? Was war ein typisches alltägliches Ereignis in den Kriegsjahren? Was war ihr Lieblingsreiseziel? Was würden sie aus ihrer Kindheit gerne ins Heute transportieren? Wo hatten sie in ihrer Jugend Möglichkeiten der Mitbestimmung?

    Die Antworten auf diese und viele anderen Fragen werden derzeit in der Aula der Leopold-Sonnemann-Realschule ausgestellt. Seit dem 8. November kommen jeden Tag zwei neue Interviews hinzu. Die Schulfamilie und andere Besucher stöbern in den Pausen sowie vor und nach der Schule in den Erzählungen und Antworten von Jung und Alt, vergleichen ihre Erlebnisse in Kindheit und Jugend, ihre persönlichen Schlüsselmomente und staunen über die Vielfalt der Gesichter und Geschichten aus 100 Jahren Freistaat Bayern.

    Aufschlussreiche Zeitzeugenberichte

    Mittlerweile haben die Schülerinnen und Schüler schon über 90 Interviews geführt. Um wirklich alle 100 Jahre zu füllen, fehlen nur noch die Jahrgänge 1920 und 1922, denn besonders die Interviews der Geburtsjahrgänge 1918, 1919 und 1921 waren lehr- und aufschlussreiche Zeitzeugenberichte für die Schüler. Über Hinweise zu potentiellen Gesprächspartnern dieser Altersklassen würden sich die Jugendlichen freuen. Informationen nimmt das Sekretariat der Realschule Höchberg entgegen.

    Bearbeitet von Stefan Pompetzki

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