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    Leinach

    Bebauungsplanentwurf liegt erneut aus zur Stellungnahme aus

    Besondere Festsetzungen für den künftigen Bebauungsplan zum geplanten Neubaugebiet "An der Linde 2"  am östlichen Ortseingang ergeben sich insbesondere durch das nun vorliegende Immissions- und Schallschutzgutachten. Als irrelevant hingegen erwies sich das ebenfalls geforderte Artenschutzgutachten für die rund 4,2 Hektar große Fläche, auf der 47 Baugrundstücke entstehen sollen. Samt den neuen Festsetzungen wird bei der erneuten öffentlichen Auslegung für die Dauer von zwei Wochen nochmals die Möglichkeit zur allgemeinen Stellungnahme eingeräumt. Den Beschluss hierzu fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme.

    Die Voraussetzung zur neuerlichen Auslegung der Planung ergibt sich durch das nun vorliegende schallschutztechnische Gutachten. Dessen Ergebnis in der Planung zu berücksichtigen war von der Deutschen Bahn wegen der Nähe des geplanten Baugebiets zur Schnellbahntrasse gefordert worden. Jedoch verläuft diese Strecke in Leinachs Ortsbereich zumeist unterirdisch. In nähester Entfernung zur künftigen Bebauung sind lediglich die Portale des Eichelberg- und Espenloh-Tunnel, Luftlinie etwa 400 Meter entfernt. "Dennoch ergeben sich aus dem Gutachten für Teilbereiche des Neubaugebietes die Notwendigkeit besonderer Vorkehrungen bezüglich Schallschutz", verdeutlichte Stadtplaner Dieter Roppel.

    Tagsüber sei der errechnete Lärmpegel nicht relevant. Nachts hingegen seien Überschreitungen von Grenzwerten möglich, die entsprechende Maßnahmen notwendig machen. So werde für die am nächsten zu den Tunnelportalen künftigen Baugrundstücke eine von dort abgewandte Anordnung der Schlafräume empfohlen, erklärte der Stadtplaner. Nach dem Artenschutzgutachten sind in dem ausschließlich Ackerbauflächen betreffenden Bereich keine Konflikte mit schützenswerten Tierarten zu befürchten.

    Bezüglich der Breitbandversorgung im Neubaugebiet "An der Linde 2" verwies Bürgermeister Uwe Klüpfel (CFW) die Ratsmitglieder auf eine bereits vorliegende Zusicherung der Telekom. Demnach stehe für die dortigen Bewohner standartmäßig Glasfaserkabel bis ins Haus zur Verfügung.

    Eine kontroverse Debatte löste allerdings die Anfrage von Tobias Lang (CSU) nach den zulässigen Dachformen aus. Nach Langs Auffassung sollten für die künftigen Eigenheime auch Pultdächer und Flachdächer grundsätzlich möglich sein. Unter Berücksichtigung und in Bezug auf die bestehende typisch fränkische Bebauung lehnte dies der Gemeinderat jedoch mehrheitlich ab, bei zehn zu drei Stimmen. Für die erneute Auslegung des Bebauungsplanentwurfes votierte das Gremium bei einer Gegenstimme.

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